Erinnerung an den verstorbenen Lokalhistoriker, Publizisten und Kommunalpolitiker aus Baden

Nun ein Karlheinz-Gerhold-Platz an der Weser

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Manfred Huhs, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine, begrüßt Freunde aus der Geschichtswerkstatt und dem politischen Bereich zur kleinen Gedenkfeier an der Weser.  

Baden - Baden hat jetzt eine neue Adresse, nicht in einem neuen Wohngebiet, sondern an der Weser. Der Platz zwischen dem Wehr der Alten Aller, der Weser und der „Pfingstwiese“ heißt nun „Karlheinz-Gerhold-Platz“, benannt nach dem Ende Mai 2016 mit 57 Jahren verstorbenen Lokalhistoriker, Kommunalpolitiker und Publizisten Karlheinz Gerhold. Die Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine mit ihrem Vorsitzenden Manfred Huhs hatte unterstützt von der Geschichtswerkstatt Achim gewünscht, so an den verdienten Badener zu erinnern, und der Achimer Stadtrat hatte dem einstimmig entsprochen.

Nicht nur Bürgermeister Rainer Ditzfeld fand diesen Platz mit dem Jubiläumsstein „1000 Jahre Baden“ als geeigneten Erinnerungsort, denn Gerhold hat sich auch bei der Erforschung der 1000-jährigen Geschichte seines Heimatortes einen Namen gemacht, darüber hinaus aber auch als Mitgründer und Vorsitzender der Geschichtswerkstatt Achim und Achimer Stadtarchivar für das ganze Kreisgebiet lokale Ereignisse in den großen geschichtlichen Zusammenhang gestellt. Gerhold habe sich immer für die Menschen hinter der Geschichte interessiert. Das würdigte auch Landrat Peter Bohlmann, der als sein Freund darum gebeten hatte, reden zu dürfen. 

Manfred Huhs und Vizebürgermeister und Ortsausschussvorsitzender Rainer Aucamp enthüllen das neue Schild.

Auch als Kommunalpolitiker der SPD im Kreistag und Stadtrat habe er kulturpolitische Akzente gesetzt und als Historiker beherzigt: „Grabe da, wo Du stehst.“ Mit seinem Namen sei auch die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Barbarei im Landkreis verbunden. Die Buchveröffentlichung dazu „Es war hier und nicht anderswo“ habe er als Mitautor aus gesundheitlichen Gründen aber nicht mehr miterleben können. Bohlmann über Gerhold: „Er konnte sich selbst und andere für Geschichte begeistern und faszinieren.“

Nun erinnert der Name eines Platzes an den Mann, der auch fürs Achimer Kreisblatt viele hochinteressante Beiträge beisteuerte.  

mb

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