Suche nach mehr Verkehrssicherheit für die Roedenbeckstraße in Badenermoor

Was kann Raser stoppen?

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Die Roedenbeckstraße nutzen viele Autofahrer, um Norddeutschlands größtes Einkaufszentrum in Posthausen zu erreichen und zu verlassen. Als besonderen Gefahrenpunkt betrachten Anwohner Bushaltestellen, wenn Kinder dort die Fahrbahnen queren.

Badenermoor - Der viele Verkehr, der sich mindestens an sechs Tagen in der Woche durch Badenermoor wälzt, ist immer wieder Thema im Ratsausschuss für Angelegenheiten dieses Ortsteiles. Wie können Raser auf der Roedenbeckstraße gestoppt und die Sicherheit dort erhöht werden? Darum ging es auch am Dienstag in der Ortsausschuss-Sitzung im „Wachtelkönig“.

Seit 1991 werde schon über dieses Problem beraten, wusste Wolfgang Heckel (WGA). Eine Lösung gab es auch diesmal wieder nicht.

Da es sich um eine Kreisstraße handele, habe die Stadt nur sehr begrenzten Handlungsspielraum, verdeutlichte Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Vorschläge, damit Autofahrer auf der Strecke den Fuß vom Gaspedal nehmen, seien von Achimer Seite mehrfach gemacht worden. Doch der Landkreis habe es zum Beispiel abgelehnt, Fahrbahnteiler an den Ortseingängen zu schaffen. „Weil dann Bäume gefällt und Straßenstücke verlegt werden müssten“, nannte Christian Petritzki, der für die CDU auch im Kreistag sitzt, die Begründung aus Verden.

Von Raserei auf der Roedenbeckstraße in größerem Umfang könne allerdings kaum die Rede sein, sagte Bürgermeister Ditzfeld mit Blick auf die Geschwindigkeitsmessungen, die der Landkreis von April 2015 bis Januar 2016 an verschiedenen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten in der Ortsmitte vorgenommen hat. Von den dabei insgesamt gezählten 3.126 Fahrzeugen haben lediglich 92 das zulässige Tempo 50 überschritten.

Der Kreis hätte eher morgens und am frühen Abend statt überwiegend in der Mittagszeit und vor allem an anderen Streckenabschnitten, etwa an den Ortseingängen, messen sollen, bemängelten Bürgerinnen und Bürger in der Sitzung. In Höhe des Friedhofs bretterten Autofahrer oft mit mehr als 100 „Sachen“ durch die Tempo-70-Zone und gefährdeten damit insbesondere Schülerinnen und Schüler, die an der Haltestelle aus dem Bus steigen. „Muss dort erst ein Kind sterben, bevor Sie etwas unternehmen?“, fragte ein Anwohner-Ehepaar die Mitglieder des Ortsausschusses.

Die verwahrten sich dagegen, für einen etwaigen Todesfall auf der Strecke verantwortlich gemacht zu werden. Es werde doch intensiv überlegt, wie die Sicherheit dort verbessert und der Landkreis für Lösungen gewonnen werden könne, antworteten Ditzfeld, Heckel, Ausschussvorsitzender Reiner Aucamp, Petra Geisler (beide SPD) oder Ute Barth-Hajen (Grüne).

Blitzer-Attrappen, gelbes Blinklicht, Warn-, Überholverbots- und Tempo-50-Schilder an der „Piste“ zwischen Badenerholz und dem Golfplatz aufzustellen, lauteten Vorschläge aus dem Ausschuss. Ditzfeld versprach, dieses Bündel an möglichen Maßnahmen an den Landkreis zur Prüfung weiterzuleiten.

mm

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