Sponsoren und Rettungsschwimmer willkommen

Förderverein Achimer Bäder formiert sich: Kalkulierter Sprung ins kalte Wasser

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Sie stellen ab sofort den Vorstand des Fördervereins Achimer Bäder (v.l.): Sabine Schulz, Mark Wichary, Dörte Kleemiß, Richard Schönebeck, Ronja Tietje, Dr. Daniel Strassner und Isabel Lozano Wienhöfer.

Achim - Von Lisa Duncan. Hallen- und Freibad erhalten helfen will der noch junge Förderverein Achimer Bäder. Die Organisation will den beiden stadteigenen Sportstätten unter anderem finanziell mittels Sponsoren unter die Arme greifen.

Ein Anfang ist gemacht: Nachdem sich der Verein am 17. Dezember 2018 mit zwölf Mitgliedern gründete und die drohende Auflösung abwenden konnte, präsentierte Vorsitzender Richard Schönebeck am Dienstagabend den frisch formierten Vorstand.

Etwa 20 Zuhörer verfolgten die Sitzung im Bistro des Hallenbades - Vertreter aus Politik und Verwaltung, die sich aus professionellem Interesse dort zeigten, nicht mit eingerechnet.

„Der Vorstand kann das nicht alleine wuppen. Wir brauchen Mitglieder“, appellierte der Vorsitzende Richard Schönebeck an die Anwesenden, bevor er seine Mitstreiter, den vierköpfigen Vorstand nebst Beirat, vorstellte. Zur zweiten Vorsitzenden gewählt wurde demnach die Rechtsanwältin Isabel Lozano Wienhöfer, Schriftwartin ist Schönebecks Lebensgefährtin Dörte Kleemiß, Kassenwart wird Mark Wichary, der von Beruf Steuerberater ist. Des weiteren kommen beratend hinzu: Dr. Daniel Strassner, Ronja Tietje und Sabine Schulz. Letztere bekleide das Amt nicht als Leiterin der Achimer Bäder, sondern als Privatperson, betonte Schönebeck.

Für einen möglichst professionellen Internetauftritt habe man zudem Fotograf Roland Furtwängler und einen Webdesigner mit an Bord geholt. Noch sei der Verein damit beschäftigt, die Satzung zu überarbeiten. Laut Schönebeck könne das noch etwa vier Wochen dauern. Dann werde auch die Internetseite freigeschaltet, auf der unter anderem Sponsoren namentlich erwähnt werden sollen.

Angedacht hat der Verein, öffentliche Veranstaltungen in Hallen- und Freibad auf den Weg zu bringen, die zeitlich außerhalb der Trainingszeiten der Vereine liegen. „Wir wollen niemanden die Bahn wegnehmen“, so Schönebeck. Zur Verstärkung der dünnen Personaldecke in den Achimer Bädern befinde sich zudem ein „Pool“ beziehungsweise eine Datenbank von ehrenamtlichen Rettungsschwimmern im Aufbau. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich bei Richard Schönebeck (Telefon 04202/764617 oder 0160/5721188 sowie info@foevab.de) melden.

Kurz und knapp fasste sich Richard Schönebeck, der im Bistro des Achimer Hallenbades vor etwa 20 Interessierten sprach. Wie viele der Zuhörer an diesem Abend einen Mitgliedsantrag unterschrieben, wollte er allerdings nicht preisgeben.

„Ich wünsche mir, dass wir etwas harmonischer miteinander umgehen. Wir brauchen uns alle“, meinte Schönebeck mit Blick auf das Verhältnis zu Stadtverwaltung und Politik. „Die Zusammenarbeit muss noch konkretisiert werden“, sagte Steffen Zorn, Fachbereichsleiter des auch für Bäderwesen zuständigen Bauressorts, auf Nachfrage. Mit Sabine Schulz als beratendem Vorstandsmitglied verfüge der Verein über ein „gutes Bindeglied zwischen Gästen, Vereinen und Rathaus“.

Ziel sei es, eine „Win-Win-Situation“ zu erzeugen und gemeinsam Hallen- und Freibad zu erhalten, betont Zorn. Dies sei auch Anliegen der Verwaltung gewesen, als sie das Bäderkonzept erstellte. „Es ging nicht darum, zu sagen: Wir machen das und das ist es jetzt. Wir wollen uns selber immer wieder überprüfen und justieren auch nach.“

Für den Monat März hofft Zorn auf einen politischen Beschluss zum Bäderkonzept. Laut Zeitplan soll das sanierte Freibad im Mai eröffnen. Mit einer Lücke: Die Arbeiten an den Umkleidekabinen nehmen mehr Zeit in Anspruch und sollen im laufenden Betrieb erfolgen. Themen, die die Stadt auch in Kooperation mit dem Förderverein anfassen will, sind unter anderem der Fortbestand der Schwimmkurse und eine Intensivierung des Marketings. „Wir müssen drauf zuarbeiten, dauerhaft mehr Gäste in die Bäder zu bekommen.“ Sponsoren stellten eine sinnvolle Ergänzung zu einer Erhöhung der Nutzerzahlen dar. „Vielleicht können wir dann sogar die ein oder andere Stunde mehr an Öffnungszeiten herausholen“, so Zorn.

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