Jugendliche fühlen sich von Stadt und Veranstalterin ausgebootet

Party am „Dröön“ zum Fest ohne Sicherheitskräfte tabu

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Das Veranstaltungslokal Dröönläänd bleibt am Stadtfest-Wochenende aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Achim - Kurz vor Beginn des Achimer Stadtfests, das heute Abend eröffnet wird, gibt es einen vernehmbaren Missklang zwischen verschiedenen Akteuren. Die Musikerinitiative Achim und Umgebung (Miau), die an der Langenstraße das Lokal Dröönläänd betreibt, fühlt sich von der Festveranstalterin Mirja Müller und der Stadt Achim ausgebootet und schlecht behandelt. In sozialen Netzwerken brach ein Sturm der Entrüstung los.

Müller mit ihrer Veranstaltungsagentur „Sepia Events“ und die Stadtverwaltung hätten den Verein Miau in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass das Dröönläänd am Stadtfest-Wochenende geschlossen bleiben müsse. Und auch das Achimer Polizeikommissariat werde darüber informiert, heiße es ausdrücklich in einer E-Mail aus dem Rathaus, beklagt die „Dröön-Crew“ über Facebook und zeigt sich „sehr erschrocken von diesem harschen Ton“.

Die jungen Leute fragen: „Warum dürfen wir uns als Achimer Kulturschaffende nicht auf dem Stadtfest präsentieren?“ Desweiteren heiße es in dem Schreiben der Verwaltung: „Eine Parallelveranstaltung der Miau vor und im Lokal Dröönläänd ist weder von der Veranstalterin des Achimer Stadtfests gewünscht noch wird sie von der Stadt Achim im Falle der Beantragung einer Erlaubnis genehmigt werden.“

Dabei seien doch lediglich eine Art „Tag der offenen Tür“ und Kinderschminken geplant gewesen, sagt die Dröön-Crew und verteilt abschließend einen Seitenhieb: „Wahrscheinlich passen ehrenamtlich arbeitende Jugendliche und junge Erwachsene nicht in das Bild des kommerziellen Achimer Stadtfestes.“

Mirja Müller hat eine etwas andere Sicht der Dinge. Bei den vorherigen Festen habe es in den Morgenstunden Schlägereien gegeben, die nachweislich von Besuchern des Dröönläänds angezettelt worden seien. „Im vergangenen Jahr ist sogar ein Sanitäter verletzt worden“, erinnert Müller. Deshalb sei dem Dröön-Team, das – anders als behauptet – einen Stand mit Getränken, Grillen und Musik an der Langenstraße geplant habe, diesmal auferlegt worden, dafür zwei Sicherheitskräfte zu beschäftigen.

Doch die Miau-Leute wollten dafür keine 160 Euro ausgeben und meinten, mit den beiden üblichen Türstehern am Lokal sei es getan, ergänzt Dennis Meinken von der Veranstaltungsagentur K-Roof-Events and more, die das Musikprogramm für das Stadtfest organisiert hat. „Aber das reicht für die Sicherheit nicht aus.“

Andererseits kritisiert Meinken das Vorgehen der Stadt als „zu hart“. Anstatt Verbote auszusprechen hätte man besser miteinander reden sollen. „Das sind Jugendliche, die sich ehrenamtlich engagieren.“

Bürgermeister Rainer Ditzfeld ließ gestern auf Nachfrage dieser Zeitung einen Mitarbeiter aus dem Ordnungsamtsbereich antworten. Eine Party vor dem Dröönläänd hätte von der Miau „rechtzeitig beantragt werden müssen, denn die Stadt ist ja Eigentümer des Gebäudes“, lautete die eher formalistische Begründung für das Nein aus dem Rathaus. Den Vorwurf, dass die Verwaltung zu hart vorgegangen sei, ließ der Mitarbeiter nicht gelten: „Es gibt nun mal Spielregeln zwischen Stadt und Dröönläänd.“

mm

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