„Jugend forscht“-Preisträger Steffen Maaß erlebt „sehr menschliche“ Merkel

Termin bei der Kanzlerin

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Steffen Maaß (links) forschte zusammen mit Julian Hufnagel. Beide wurden gestern im Bundeskanzleramt in Berlin für ihre Arbeit ausgezeichnet.

Achim - Wer hat schon Gelegenheit, Angela Merkel hautnah zu begegnen? Der erst 18-jährige Steffen Maaß, Einser-Abiturient am Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium in Achim, stand ihr gestern im Bundeskanzleramt gegenüber. Als einer der „Jugend forscht“-Bundesfinalisten wurde er von der deutschen Regierungschefin ausgezeichnet.

„Sie wirkte sehr menschlich, sehr freundlich, überhaupt nicht abgehoben“, schilderte der junge Mann im Gespräch mit dieser Zeitung seine persönlichen Eindrücke von der Kanzlerin. „Sie hat unsere Leistungen sehr respektiert.“

Steffen Maaß, der am „Cato“ sein Abitur mit naturwissenschaftlichem Profil in diesem Sommer höchst erfolgreich abschloss, war beim Wettbewerb „Jugend forscht“ im Bereich Mathematik und Informatik gestartet. Zusammen mit dem erst 13-jährigen Julian Hufnagel, der das Alte Gymnasium in Bremen besucht.

„Wir haben eine Autorenschaftsanalyse programmiert – anhand von mathematischen Modellen“, erläutert Maaß. Mit Hilfe einer von ihnen selbst erstellten Datenbank sei es möglich, Texte von Goethe, Schiller, Thomas Mann und anderen Geistesgrößen einem Autor zuzuordnen.

Mit dieser Erfindung schafften es Steffen Maaß und Julian Hufnagel bei dem Forscher-Wettstreit bis ins Bundesfinale und belegten dort den fünften Platz. Das würdigte nun die Bundeskanzlerin mit einem Empfang für die beiden jungen Leute und die weiteren Preisträger, die ebenfalls über die Landesebene hinausgekommen waren.

„Zuerst haben wir eine Führung durchs Kanzleramt erhalten“, berichtete der 18-Jährige von dem „spannenden Tag“ in Berlin. „Dann kam die Kanzlerin zu uns und hielt eine kurze Ansprache. Da war ich schon ziemlich aufgeregt.“

Das pfiffige Duo nahm bei dem Termin mit der mächtigen Politprominenz und der Jungforscherelite zudem noch einen „Sonderpreis für zukunftsträchtige Technologien“ entgegen. Der sei ihnen von Johanna Wanka, Bundesministerin für Forschung und Bildung, überreicht worden, ergänzt der in Thedinghausen wohnende Maaß.

Sein Erfolg adelt auch das Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium; Lehrer und Schulleitung freuen sich mit ihm. „Er hat bei uns im vorigen Jahrgang mit der Durchschnittsnote 1,0 das beste Abitur abgelegt“, unterstrich Oberstufenkoordinator Cord Meyer gestern auf Nachfrage die besondere Leistungsfähigkeit des Ex-Schülers. Die Größe der Schule ermögliche es aber auch, dass Naturwissenschaften auf hohem Niveau angeboten werden könnten, fügte Meyer noch an.

Vermutlich profitiert Steffen Maaß schon bald auch beruflich von dieser Basis, seinem Können und Ehrgeiz. „Ich studiere jetzt Mathematik mit den Nebenfächern Physik und Informatik an der Jacobs-University in Bremen.“

mm

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