SPD fordert Stadt auf, endlich Kita-Betrieb in freiem Schulraum zu starten

„Johanniter in Uphusen fix ranlassen“

Viele Kinder gibt es in Uphusen und ganz Achim – Betreuungspersonal fehlt. 
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Viele Kinder gibt es in Uphusen und ganz Achim – Betreuungspersonal fehlt. archivFoto: häg
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    vonMichael Mix
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Achim – Die Stadt Achim baut Kindergärten fast schon am Fließband, aber noch immer fehlen Hunderte Krippen- und Kitaplätze. Eltern, die längst einen Rechtsanspruch auf Betreuung und Förderung ihres Nachwuchses geltend machen können, gehen auf die Barrikaden. Dabei wäre in Uphusen sogar ein Raum für 25 Kinder vorhanden. Aber der wird nicht genutzt. Was nun die Gruppe SPD/Mindermann im Rat der Stadt beklagt und Abhilfe fordert.

Im Mai 2019, leitet Fraktionsmitglied Bernd Junker sein Schreiben an Bürgermeister Rainer Ditzfeld ein, sei die Einrichtung einer Elementargruppe mit 25 Kindergartenplätzen in einem leerstehenden Hortraum der Grundschule Uphusen zum Kindergartenjahr 2019/2020 beschlossen worden. Doch bis heute, ein Jahr später, ist nichts passiert.

„Wie auf der letzten Sitzung des Sozialausschusses am 25. Mai 2020 von der Stadtverwaltung mitgeteilt wurde, ist es dieser bis dato nicht gelungen, Betreuungspersonal für diese Gruppe zu akquirieren“, merkt Junker süffisant an. Dies habe zur Folge, dass dieser Raum ungenutzt bleibe „und dringend notwendige Kindergartenplätze im Ortsteil Uphusen, die alle mit einem Rechtsanspruch hinterlegt sind, nicht zur Verfügung gestellt werden können“.

Aus diesen Gründen beantragt die SPD/Mindermann- Gruppe, die Betreuung an einen privaten Träger zu vergeben. „Um somit kurzfristig das erforderliche Betreuungspersonal zu gewinnen und die notwendigen Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen“, heißt es erläuternd.

Die Sozialdemokraten und ihr Mitstreiter Wolfgang Mindermann regen an, dass die Verwaltung hierzu mit dem zukünftigen Betreiber der voraussichtlich 2021/22 startenden neuen Kindertagesstätte an der Uphusener Dorfstraße in Kontakt tritt. Gemeint sind die Johanniter, die bereits eine Einrichtung an der Steuben-Allee in Achim betreiben. „Hierdurch könnte das bereits vorhandene Personal direkt von der Kita-Gruppe in der Schule unmittelbar in die neue Kita überwechseln“, argumentiert Junker.

Aufgrund der Tatsache, dass derzeit bereits Erzieherinnen und Erzieher fehlten und für das kommende Kindergartenjahr darüber hinaus weitere Betreuungsstellen erforderlich seien, wollen SPD/Mindermann folgende Fragen in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses beantwortet haben:

„Über welche Plattformen wurde bisher für Betreuungspersonal geworben? Welche Möglichkeiten, rechtlich und monetär, bestehen, um die Beschäftigung von Erzieherinnen innerhalb der Stadt Achim attraktiver zu gestalten? Gibt es Strategien innerhalb der Verwaltung, wie die für das Kindergartenjahr erforderlichen Stellen für Betreuungskräfte besetzt werden können?“

Die nächste Sitzung des Sozialausschusses werde voraussichtlich erst im Oktober stattfinden, sagte Wiltrud Ysker, Leiterin des Sozialfachbereichs der Stadtverwaltung, auf Nachfrage des Achimer Kreisblatts. Der Antrag der SPD sei noch nicht an sie weitergeleitet worden. Und auf die Schnelle wolle und könne sie die Fragen nicht beantworten, schob Ysker hinterher.  mm

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