Irrsinniger Stilmix bei Tanzparty

Jam-Session entfesselt Kasch-Besucher

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Henning Wehland, Sänger und Frontmann der Cross-over-Band H-Blockx, präsentierte Stücke von seinem Soloalbum.

Achim - Die unvergleichlichen Stimmen der Söhne Mannheims im virtuosen Zusammenspiel mit prominenten Musikern aus der internationalen Musikszene – dies versprach die Konzertankündigung für die „1st Class Session“ am Sonntagabend im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch). Diese Worte umschreiben ziemlich nüchtern ein Musikereignis, das am Ende alle Erwartungen seiner Besucher in den Schatten stellte: Die Gäste feierten eine zweieinhalbstündige Party der Pop- und Rockgeschichte mit hochklassigen Instrumentalisten und einer mitreißenden Bühnenshow dreier Vokalisten.

Nur drei Konzerte spielten die Musiker in dieser Zusammensetzung: Am Freitag in Lüneburg, Samstag in Neu Wulmstorf und am Sonntag in Achim. „Das Schöne an solchen Jam-Sessions ist, dass die Gäste keine Hits erwarten, sondern einfach Spaß haben an dem, was von der Bühne kommt“, beschreibt Henning Wehland den besonderen Reiz. Spaß hatten die rund 120 Konzertbesucher, und das lag vor allem an Wehland selbst, der hundert Leute derart in Wallung bringen kann, als wären es hunderte. Und natürlich die hervorragenden Musiker mit Weltklasseformat, die mit ordentlich Druck Rock-, Blues-, Raggae-, Pop-Sounds von der Bühne schmetterten. Allen voran Gitarrist Peer Frenske, der seit vielen Jahren unter dem Projektnamen „1st Class Session“ großartige und vielfältige Musiker aus seinem Netzwerk um sich schart und auf die Bühne bringt – und damit solche unvergesslichen Abende möglich macht. Als Band mit dabei waren weiterhin Dominik Krämer (Bass), Ralf Gustke (Drums), Rainer Scheithauer (Keyboard) sowie Marion Feichter (Vocals) und Rapper Metaphysics.

Gitarrist Peer Frenske (rechts) hatte für die 1st Class Session renommierte Musiker eingeladen und mit Henning Wehland, Metaphysics und Marion Feichter eine stimmgewaltige Vielfalt auf die Bühne gebracht.

Den Auftakt gestaltete Henning Wehland mit Stücken aus seinem Soloalbum: Songs wie „1001 Umdrehung“ oder „Ich bin ein Panzer“ beschreiben eingängig wahre Geschichten aus dem Leben des 46-jährigen Wahlberliners oder die Textzeilen lenken den Blick auf Menschen, die gemeinhin übersehen werden: „Der alte Mann und das Leergut, der nicht kann, wie er will, und sich schwertut.“ In der Folge drehten die versierten Musiker Pop-Klassiker durch den Stil-Mixer: Rapper Metaphysics kleidete Eurythmics und Milli Vanilli ins Reggea-Gewand, und Marion Feichter präsentierte eine kraftvolle Bluesrock-Interpretation von Tracy Chapmans „Give Me One Reason”. Ob Tina Turners „I Can’t Stand The Rain”, Queens „Under Pressure” oder Stevie Wonders „Superstition” – Variationen in Hip-Hop, Funk und Soul bildeten die Grundlage für eine wilde Tanzparty. Stücke der Söhne Mannheims erklangen genauso wie H-Blockx-Titel. Zum Abschluss entführte Henning Wehland die tanzfreudige Gesellschaft mit seinem Weltretter-Song in eine kroatische Bar: Den Balkan Gypsy-Pop „Tanze, tanze um dein Leben“ beendete er auf einem Bistrotisch stehend im Zuschauerraum, bevor die Musiker mit „Der Letzte an der Bar“ ihre Konzertbesucher in die Sonntagnacht verabschiedeten.

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