Mächtig viel los beim Uphuser Erntefest

Oma irrt gewaltig

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Diee Dorfroboter gehörten zu den Publikumslieblingen beim kunterbunten und einfallsreichen Uphuser Erntefestumzug. 

Uphusen – Uphusens Dorfgemeinschaftsfest, das in den Vorjahren mehr von seiner Tradition als vom öffentlichen Interesse lebte, hat an diesem Wochenende wieder an Attraktivität gewonnen.

Schon am Freitagabend geriet die Kinderdisco in der Sporthalle mit einem ausgeklügelten Lichtkonzept und jeder Menge Vorarbeit der örtlichen Vereine und Institutionen – TB Uphusen, Feuerwehr, Schützenverein, DRK – zu einem Erfolg. „Die Halle“, so Sven Prekel, Vorsitzender des Schützenvereins, „war gut gefüllt und die Stimmung großartig.“ Dieser Trend setzte sich am Samstagnachmittag fort.

Der Festumzug im Rahmen des Uphuser Erntefestes war in den Vorjahren eine Pflichtübung für einige Unentwegte gewesen. Diesmal hatten insgesamt zwölf Festwagen gemeldet, dazu diverse Fuß- und Kindergruppen sowie eine gehörige Anzahl von Treckerfahrern, die mit ihren Lanz Bulldogs über die örtlichen Straßen tuckerten.

Die Flintstones waren auch dabei.

Unter den Zuschauern war der unvermutete Wandel des Festes bestimmendes Thema. Zwei von etlichen Stimmen: „So viele Teilnehmer gab es seit Jahren nicht mehr“ und „Oma hat gesagt, hier ist nichts los!?“ Oma hatte sich geirrt, weil sie vermutlich die jüngere Vergangenheit vor Augen hatte.

Ein Erntebrautpaar jedoch gab es am Samstag nicht zu sehen: „Wir haben einfach keines gefunden“, erklärte Prekel. Die Aussicht, ein Gedicht vortragen und miteinander tanzen zu müssen, reichte für eine Absage.

Diese Indianer wandelten auf dem Pfad des Friedens. 

Wochenlang war an den Wagen für den Umzug geschraubt, geleimt und dekoriert worden. Die Wertschätzung des staunenden Volkes war den Wagenbauern gewiss. Die Gefährte überzeugten mit handwerklicher Präzision und Einfallsreichtum. Ebenso die Kostüme. Ein Stamm freundlicher Ureinwohner beschritt den Pfad für den Weltfrieden, unterdessen kaperten viele Piraten an diesem Nachmittag nichts anderes als die Herzen des Publikums. Gar nicht cool und unnahbar gaben sich die Dorfroboter. Die Computer-Darsteller kämpften zwar mit ihrer sperrigen Verkleidung, vergaßen darüber aber nicht, Süßigkeiten unters Volk zu verteilen. Das war ganz im Sinne von Robin Hood, der immer noch für die Entrechteten kämpft und dabei nicht von Pfeil und Bogen lassen will. Neuere Gerätschaften hingegen nutzten Bob, der Bauarbeiter und eine uniformierte Gruppe von Flugbegleitern.

Bei der Prämierung der Festwagen gab es zwei erste Plätze. Sie wurden belegt von der „Familie Feuerstein“ und „Robin Hood“. Es folgten die „Traumfänger“ und die Uphuser Dorfroboter. Bei der Fußgruppe triumphierte der „Uphuser Orden der lustigen Schwestern“, bei den Kindergruppen die Fußgruppe „Lenke-Schlesinger-Hexen“. 

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