Achim vor Verkehrskollaps: Podiumsgäste fordern Lösungen

Intscheder Brücke zweispurig?

Achim - Achim ächzt schon jetzt unter der Blechlawine. Wären da weitere Gewerbegebiete, wie das Vorhaben „Achim-West“ oder die geplante riesige Logistikhalle am Uesener Feld, für die Stadt ein Segen oder doch eher ein Fluch, wollte Manfred Brodt, Moderator der „Achimer Argumente“, von den Podiumsteilnehmern wissen. Um die Stichworte „Verkehr“ und auch „Steuereinnahmen“ drehte sich der zweite Themenkomplex bei der Veranstaltung im Kasch.

„Wenn wir die Gewerbegebiete rund um die Autobahn-Anschlussstellen weiter ausbauen, wird der Schwerlastverkehr das Verkehrsproblem weiter verschärfen“, stellte Hans Baum (FDP) fest. Achim müsse so oder so entlastet werden. Der Liberale forderte, die Weserbrücke am Intscheder Wehr zweispurig auszubauen. Zudem schlug er vor, einen Schienenstrang südlich der Weser in Richtung Bremen zu schaffen und eine Schnellfähre von der Ueser Brücke nach der Hansestadt verkehren zu lassen.

So wie bisher könne es nicht weitergehen, meinte auch Peter Bartram (Grüne). „Die Stadt muss für die Verkehrsplanung Geld in die Hand nehmen“, äußerte er.

Er habe keine Lösung für den Achimer „Kessel“, sagte Wolfgang Heckel (WGA). Da Landesstraßen die Hauptverkehrsströme verursachten, sollte mit der Landesverkehrsbehörde über mögliche Abhilfe gesprochen werden.

Den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu gestalten, regte Philip Radke (Linke) an. Und der Güterverkehr müsse weitaus stärker als bisher auf die Schiene und die Wasserstraßen verlagert werden.

Rüdiger Dürr (CDU) redete Rückstauspuren an der Ueser Kreuzung das Wort, allerdings stehen Straßenverbreiterungen dort Gebäude im Weg. Auch hielt er es für erforderlich, den Verkehrsknotenpunkt Achim-Ost für die zunehmenden Fahrzeugströme „aufzurüsten“.

Die Achimer Verkehrsprobleme könnten im Wesentlichen nur überregional gelöst werden, befand Michael Pahl (SPD). Er befürwortete neue Gewerbegebiete, „um Einnahmen für die Stadt zu erzielen und damit Kindergärten, Schulen und andere soziale Leistungen finanzieren zu können“. 

mm

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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