Ort des interreligiösen Dialogs

Achimer Muslime werben für Offenheit und kulturelle Vielfalt

Blick in die Kuppel: Viele Arbeiten haben die Gemeindeglieder in Eigenleistung erbringen können, aber Kuppelkonstruktion und Gestaltung der Ornamente lassen die Bauherren von Profis aus Istanbul durchführen.
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Blick in die Kuppel: Viele Arbeiten haben die Gemeindeglieder in Eigenleistung erbringen können, aber Kuppelkonstruktion und Gestaltung der Ornamente lassen die Bauherren von Profis aus Istanbul durchführen.

Achim – Der Kulturverein Achimer Muslime (Kamu) hat sich erneut am bundesweiten Tag der offenen Moschee beteiligt. Die Veranstaltung am 3. Oktober stand diesmal unter dem Motto „Menschen machen Heimat(en)“. Der Tag der offenen Moschee bietet seit 1997 Einblicke in das kulturelle und religiöse Leben der Muslime in Deutschland. Zahlreiche Achimerinnen und Achimer waren der Einladung von Kamu gefolgt und machten sich ein Bild vom Baufortschritt und dem Gemeindeleben im Vereinszentrum Hasseler Straße 21.

Gastredner Ali Mete vom Koordinationsrat der Muslime (KRM) aus Köln referierte über den Heimatbegriff, den Muslime in Deutschland jeweils für sich neu definieren müssten und der deshalb durch eine breite Vielfalt gekennzeichnet sei. Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth (SPD) betonte, dass Heimat sich, wo auch immer, vor allem durch einen starken Zusammenhalt unterschiedlicher Menschen definiere. 

Während weite Teile der Moschee bereits genutzt werden, befindet sich die Gebetshalle immer noch im Bau. Die Kosten hätten sich inzwischen fast verdoppelt, erklärte Vorstandsmitglied Esat Ünal.

Reiner Aucamp erklärte, er verfolge den Baufortschritt mit großer Neugier seit der Grundsteinlegung 2015. „Mit dem Bau der Moschee haben sie sich eine Heimat hier in Achim geschaffen“, lobte Achims stellvertretender Bürgermeister und wies auf die Bedeutung der Moschee als einen Ort des interkulturellen und interreligiösen Dialoges. 

Eben zu solcher Diskussion und Aussprache forderte Pressesprecher Muhammed Coban die Besucher auf. Esat Ünal lieferte bei einer Führung durch das Haus einen Einblick in den aktuellen Baufortschritt: Statt der geplanten 700 000 Euro seien die Kosten inzwischen auf annähernd anderthalb Millionen Euro gestiegen und eine Fertigstellung liege noch in einiger Ferne.  sch

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