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I-Run in Achim startet am Sonntag, 8. Mai, um 11 Uhr

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Von: Dennis Bartz

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Nicht nur beim Pressefoto, auch beim 5-Kilometer-Lauf möchte Henry Schubert (rechts) allen davonlaufen. Heiko Bergmann (von links), Herbert Eckhoff, Laura Kern, Rainer Siemt und Ingrid Heger hoffen auf mehr als 500 Anmeldungen.
Nicht nur beim Pressefoto, auch beim 5-Kilometer-Lauf möchte Henry Schubert (rechts) allen davonlaufen. Heiko Bergmann (von links), Herbert Eckhoff, Laura Kern, Rainer Siemt und Ingrid Heger hoffen auf mehr als 500 Anmeldungen. © Bartz

Achim – In 16 Tagen fällt zum achten Mal der Startschuss für den I-Run in Achim. Es bleibt also nicht mehr viel Zeit, um sich fit für den überregional bekannten integrativen Lauf zu machen, der coronabedingt in den vergangenen beiden Jahren ausgefallen war. Neben Spitzenathleten, die den Volkslauf als Härtetest nutzen, sind vor allem Hobbyläufer dazu eingeladen, sich am Sonntag, 8.

Mai, unter professionellen Bedingungen auf den Lauf- und Walking-Strecken mit anderen zu messen.

Jeder Sportler geht mit seiner eigenen Nummer am Shirt an den Start und kann sich entlang der gesamten Strecke auf die lautstarke Unterstützung der Zuschauer verlassen. Besonders am Ziel ist der Jubel groß, wenn Bürgermeister Rainer Ditzfeld als Moderator die Sportler mit Namen ankündigt – eine ideale Motivation, um die letzten Kraftreserven zu mobilisieren und den ein oder anderen Platz gutzumachen.

Die gesamte Strecke ist sehr flach und damit schnell – ein großer Vorteil gegenüber anderen Wettkämpfen, bei denen die Anstiege gefühlt gar nicht enden wollen.

Heiko Bergmann

Organisator Heiko Bergmann, Lauftrainer und Heilerziehungspfleger bei der Waldheim Begegnungs- und Beratungsstelle, berichtet im Pressegespräch, dass der I-Run ideal sei, um persönliche Bestzeiten zu erreichen: „Die gesamte Strecke ist sehr flach und damit schnell – ein großer Vorteil gegenüber anderen Wettkämpfen, bei denen die Anstiege gefühlt gar nicht enden wollen.“

Noch bis zum 4. Mai um 23.59 Uhr können sich Interessierte online unter www.i-run-achim.de anmelden – danach geht nichts mehr. Bisher sind diesen Weg aber erst 80 Sportlerinnen und Sportler gegangen – deutlich weniger als zum selben Zeitpunkt bei den vorherigen Wettkämpfen. Damit bestätige sich laut Bergmann in Achim das, was derzeit für alle Volksläufe gelte: Wegen der Pandemie seien viele Sportler derzeit noch zögerlich. Die Veranstalter – die Stiftung Waldheim, der TSV Achim, der TV Baden und der TSV Uesen – setzen auf ein strenges Hygienekonzept und haben deshalb bereits im Februar beschlossen, mehr Abstand zwischen die Startzeiten der Läufe zu legen.

Mit etwa 15 bis 20 Prozent weniger Teilnehmern rechnen die Organisatoren trotzdem auch beim I-Run, der mit 500 Läufern trotzdem gut besetzt sein soll. Vor Ausbruch der Coronapandemie waren es noch etwa 600 Teilnehmer, die an den Start gegangen waren.

Das Besondere an der Sportveranstaltung für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sei der inklusive Gedanke und die barrierefreie Strecke. Dies ermögliche es, dass auch die Stiftung Waldheim mit einem eigenen Team am Start ist, das bereits fleißig trainiert.

Wer seine Laufschuhe schnüren will, kann sich je nach Fitnessstand für verschiedene Strecken anmelden: Der 2,5 Kilometer lange Rundkurs führt durch den idyllisch gewachsenen Gewerbepark Achim-Uesen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer laufen auf weiträumig abgesperrten, asphaltierten Straßen.

Bei den DLV-vermessenen 5- und 10-Kilometer-Läufen, beides bestenlistenfähige Strecken, wird der Rundkurs mehrmals durchlaufen. „Die professionelle Zeitnahme erfolgt dabei über einen in der Startnummer integrierten Chip“, erklärt Heiko Bergmann, Lauftrainer und passionierter Marathonläufer.

Die Idee zum I-Run in Achim entstand im Jahr 2012 anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, einen inklusiven Straßenlauf zu veranstalten. Dass daraus einmal eine feste Größe wachsen würde, damit hatte anfangs niemand gerechnet. „Ohne das ehrenamtliche Engagement der Vereine, ohne die Sponsoren sowie die finanzielle Unterstützung seitens der Aktion Mensch, wäre der I-Run heute nicht das, was er ist: Eine sportliche Netzwerkveranstaltung“, teilt die Stiftung Waldheim mit.

Daran soll sich auch in diesem Jahr nichts ändern, selbst wenn es coronabedingt einige Veränderungen gibt. „Leider müssen wir auf das bunte Rahmenprogramm verzichten“, bedauert Ingrid Heger vom TSV Achim und betont: „Das ist eine Entscheidung, die zwar schwerfiel, aber dem erforderlichen Hygienekonzept geschuldet ist. In diesem Jahr konzentrieren wir uns ganz auf das Walken und Laufen.“ Sie hoffe darauf, dass sich noch einige Läufer für den Kinderlauf anmelden, für die keine Startgebühren erhoben werden.

Die Jugend soll in den kommenden Jahren eine noch größere Rolle bei dem I-Run einnehmen, wie Rainer Siemt vom TV Baden erklärt: „Wir möchten die Schulen wieder stärker einbinden und die gesamte Veranstaltung etwas nachhaltig gestalten, zum Beispiel, in dem wir Anreisemöglichkeiten per Fahrrad oder den Öffentlichen Nahverkehr forcieren, etwa durch vergünstigtes Startgeld bei Vorlage der Fahrkarte oder durch Verzicht auf Plastik bei den Getränken.“

Und wenn es die Pandemie zulässt, soll auch der Event-Charakter weiter gestärkt werden: „Für nächstes Jahr planen wir wieder Essensstände, auch mit veganen und vegetarischen Angeboten, sowie Cheerleader, eine Sambagruppe, Musik und vielleicht einen 10-Meilen-Lauf über 16 Kilometer“, gibt Siemt einen Ausblick.

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