Ins betreute Wohnen ohne Ortswechsel

Uphuser Seniorenpark-Großprojekt: Kritik auf Info-Veranstaltung

Seniorenwohnpark Convivo Uphusen
+
In Uphusen entsteht ein Senioren-Wohnpark.

Achim – Ein „hochwertiges Wohnangebot für ältere Menschen im Ort“ zu schaffen, die auf Betreuung angewiesen sind und daher ihre eigenen Wohnungen oder Häuser verlassen wollen – das ist der Gedanke hinter dem großen „Seniorenpark-Projekt östlich der Uphuser Dorfstraße“. Doch auch Nicht-Ortsansässige dürften sich natürlich angesprochen fühlen, betonte Christa Meiering, Stadtplanungsleiterin in der Achimer Verwaltung, auf der Info-Veranstaltung zu dem Vorhaben.

Zusammen mit ihrer Kollegin Karen Lehrknecht, die bei der Stadt das Planungsverfahren begleitet, erläuterte Christa Meiering am Montagabend im Kasch rund 50 Bürgerinnen und Bürgern Hintergründe, Daten und den aktuellen Stand. Dort stellte auch Diplomingenieur und Verkehrsgutachter Rolf Losert von Büro PGT aus Hannover die Ergebnisse seiner Untersuchungen vor.

Vor allem Anwohnerinnen und Anwohner aus Uphusen, aber auch an Mietwohnungen des geplanten Seniorenparks Interessierte waren gekommen. Während es im Achimer Stadtzentrum und auch den östlichen Ortsteilen Baden und Uesen schon vergleichbare Senioren-Wohnangebote gebe, fehlten die bisher im Westen, machte Christa Meiering deutlich. Es gebe aber zweifellos „erhöhten Bedarf nach altersgerechtem Wohnen“. Der werde weiter steigen, weil auch die Anzahl älterer Menschen in der Bevölkerung zunehme.

Ebenso wie Petra Geisler von der SPD-Fraktion im Publikum widersprach die Stadtplanungs-Expertin daher energisch dem von Anwohnerseite geäußerten Verdacht, die Stadt habe sich in einer Art Gegengeschäft zum Bau des großen Seniorenzentrums zusätzlich zum bereits fortgeschrittenen Kita-Neubau ganz in der Nähe überreden lassen. Schließlich sei der Bauträger ID-Wohnungsbaugesellschaft in beiden Fällen identisch.

Als Betreiberin des Wohnparks fungiert die Bremer Convivo-Unternehmensgruppe. Auf 40 000 Quadratmetern des ausgedehnten Grüngeländes quasi hinter dem neuen Kita-Bau an der Dorfstraße soll die parkartig angelegte Wohnanlage in den Jahren 2022 bis 2024 Form annehmen. Mittelpunkt ist das zweigeschossige Hauptgebäude samt drittem, etwas zurückgesetzten „Staffelgeschoss“.

52 mietbare Wohnungen, viele mit Balkon, sind ebenso geplant wie zwei betreute Wohngemeinschaften mit je zwölf Plätzen. Ebenfalls untergebracht werden der ambulante Pflegedienst, Wäscherei, Großküche und die üblichen anderen Räume. Vorgesehen ist zudem ein öffentliches Café.

Außer dem Hauptgebäude mit zehn Metern Firsthöhe werden auf dem Gelände 32 eingeschossige und altersgerecht konzipierte Bungalows mit je zwei Wohnungen errichtet.

Reichlich Bäume und andere Pflanzen sind auf dem grünen Parkareal und an der neuen Erschließungsstraße vorgesehen, die von der Dorfstraße abzweigt. Das ans Gelände grenzende Biotop soll ebenso wenig angetastet werden wie eine alte Eiche und andere große Bäume. An Parkplätze ist natürlich auch gedacht. 32 an der Zahl werden es vor dem Hauptgebäude sein. 19 weitere gibt es verteilt auf dem übrigen Gelände bei den Bungalows.

Einem Anwohner aus dem Publikum erschienen die Grünflächen relativ klein, sodass von einem Park kaum noch die Rede sein könne. Ein anderer fand, dass durch das Großprojekt eine der schönsten Bereiche Uphusens zerstört werde, und es gab wegen befürchteten Zusatzverkehrs sogar die Anregung, das ganze Vorhaben in kleinerem Maßstab umzusetzen. Dies sei jedoch aus Gründen der Kosteneffektivität nicht machbar, betonte Stadtplanerin Lehrknecht.

Ob es denn eine Mietbindung für die Seniorenwohnungen geben, fragte jemand aus dem Publikum angesichts der derzeitigen Preisexplosion. Das sei über die Bauleitplanung nicht machbar, erläuterte Karen Lehrknecht.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Landkreis Verden: Drei Menschen bei <br/>Unfall schwerst  verletzt

Landkreis Verden: Drei Menschen bei
Unfall schwerst verletzt

Landkreis Verden: Drei Menschen bei
Unfall schwerst verletzt
Freude auf dem Weihnachtsmarkt:<br/>Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht

Freude auf dem Weihnachtsmarkt:
Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht

Freude auf dem Weihnachtsmarkt:
Nikolaus’ Sessel wieder aufgetaucht
Die letzten Tage des „Alten Krugs“

Die letzten Tage des „Alten Krugs“

Die letzten Tage des „Alten Krugs“
Werner Wippler (SPD) ist neu im Achimer Rat und vertritt den Bürgermeister

Werner Wippler (SPD) ist neu im Achimer Rat und vertritt den Bürgermeister

Werner Wippler (SPD) ist neu im Achimer Rat und vertritt den Bürgermeister

Kommentare