Startrompeter in das Weserstädtchen gelockt

Ingolf Burkhardt mit Jazul beim Jazzahead-Konzert in Achim

+
Die Musiker hatten viel Spaß an der „Musik-Rutsche in der Achimer Clubnight-Extension“ wie Ingolf Burkhardt die Jazz-Session bezeichnete.

Achim - Im Rahmen der Bremer Musik-Messe „Jazzahead!“ und des einhergehenden Festivals bildet die „Clubnight“ seit vielen Jahren den absoluten finalen Höhepunkt:

An etwa 40 Bremer Spielorten präsentieren internationale Jazzmusiker ihre Kunst. Das Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) stellt den einzigen Konzertort außerhalb Bremens und konnte innerhalb des Festivals Ingolf Burkhardt mit seinem Projekt „Jazul“ in das Weserstädtchen locken.

Burkhardt gibt seinen Mitspielern Raum für Soli

Der Startrompeter spielt seit 27 Jahren in der NDR Bigband und ist damit das dienstälteste Ensemble-Mitglied. Im Kasch präsentierte der Bläser am Samstagabend mit Roland Cabezas (E-Gitarre), Simon Gattringer (Schlagzeug) und Achim Seifert (Bass) eigene Stücke und viele Variationen der Jazz-Ikone Joe Sample, der in den 1970er Jahren mit den „Crusaders“ Welt-Hits komponierte.

Den Auftakt bildete ohne viele Worte ein Stück von Roland Cabezas mit dem Titel „Back On Track“, anschließend das Stück „That“ sowie „Chain Reaction“ von Joe Sample.

Im Mittelpunkt steht jeweils der starke Jazz-Sound von Ingolf Burkhardt mit der C-Trompete oder auf dem Flügelhorn. Seinen Mitstreitern ließ er allerdings regelmäßig Raum für ausgiebige Soli und Improvisationen, deren herausragende Professionalität diesen Jazz-Abend kennzeichnete.

Vielfältiges Repertoire

Die Pausen nutzte der erfahrene Jazz-Bläser zur Erholung nach atemraubenden Trompeten-Passagen, die er mit ganzem Körpereinsatz in die Tribüne feuerte.

Insgesamt lieferten die Musiker dabei eine breite Mischung von manchmal sogar rockig anmutenden Instrumentalstücken wie „Moose Is Loose“ von Stammbassisten Achim Rafain oder ruhigen Balladen wie „Think Again“ beziehungsweise Jazzstandards wie Joe Samples „Street Life“. Jazul spielte ein vollständiges Konzert, obwohl die Festival-Sessions jeweils nur vier bis fünf Stücke umfassen, damit Fans verschiedene Clubs besuchen können.

Im zweiten Teil folgten „Spiral“, „Miss You Man“, „Put It“, „It´s Not“ und „Commune“ zum Teil mit Vocals. Als Zugaben schmetterte der Jazz-Virtuose „Commune Encore“, „Summertime“ und „Fragile“ in die Ränge und erntete begeisternden Applaus im sehr gut besuchten blauen Saal.

sch

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Taifun "Hato": Zahl der Opfer steigt auf neun

Taifun "Hato": Zahl der Opfer steigt auf neun

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

Von diesen zehn Dingen haben Sie viel zu viel

Von diesen zehn Dingen haben Sie viel zu viel

Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit

Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit

Meistgelesene Artikel

Erst Finanzen für Liekenplan klären

Erst Finanzen für Liekenplan klären

Bürger aus Neddenaverbergen feiern ihre „Straße in die Zukunft“

Bürger aus Neddenaverbergen feiern ihre „Straße in die Zukunft“

Kleines Festival der Kunst und Musik

Kleines Festival der Kunst und Musik

SPD-Fest ohne Sigmar Gabriel

SPD-Fest ohne Sigmar Gabriel

Kommentare