Große Besichtigungstour der Achimer SPD

Imponierende mittelständische Betriebe

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Ralf Schulz (3. v. re.) informiert die Sozialdemokraten bei Kälte-Klimatechnik Schulz .

Achim - Gleich vier Betriebe hat sich eine Delegation der Achimer SPD bei einer informativen Besichtigungstour angesehen. Kleinere Firmen, die eindrucksvoll die Bedeutung des Mittelstandes zeigen.

Bei Elektro Wolters im Gewerbepark Zum Ueser Schafkoven erfuhr die Delegation viel zur Firmengeschichte – und dass der jetzige Inhaber Frank Wolters den Betrieb erst nach einigem Zögern im Jahr 2003 vom Gründer Dieter Wolters übernommen hat. In die jetzigen neuen Räume ist das Unternehmen 2012 eingezogen und beschäftigt 23 Mitarbeiter, davon sechs Auszubildende und ein Flüchtling aus Somalia, der eine Einstiegsqualifzierung absolviert.

„Unsere Stärken sind die Nähe zum Kunden, die stundengenauen Termine, der Service, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit seit Firmengründung“, so Frank Wolters.

Haupttätigkeitfelder sind Neubauten, Umbauten und Kundendienst bei Privatkunden sowie kommunalen und gewerblichen Auftraggebern im Umkreis bis zu 50 Kilometern. Im gesamten norddeutschen Raum prüft Wolters die Brandmeldeanlagen der Siemens AG.

„Unser Leistungsangebot umfasst von der Alarmanlage bis zum zertifizierten E-Check die gesamte Elektrotechnik“, berichtete Frank Wolters, der den eigenen Standort seit 2013 komplett energetisch umbauen ließ.

Von Uwe Scholz wurde die SPD-Delegation im Hause Sanitär Lindhorst an der Embser Landstraße begrüßt. Auch hier erfuhren die Politiker zuerst Geschichtliches. Vor 107 Jahren hatte Johann Lindhorst das Unternehmen mit dem Schwerpunkt Brunnenbau gegründet.

Eine lange Familientradition

Es wurde von seinem Sohn Friedrich weitergeführt. Friedrichs Tochter, verheiratet mit Lüder Scholz, leitete dann das Familienunternehmen, bevor es dem jetzigen Inhaber übergeben wurde.

Uwe Scholz nannte gleich seine größte Sorge: Die geplanten Baumaßnahmen auf dem gegenüberliegenden Lieken-Grundstück dürften Zu- und Ausfahrt zu seinem Betrieb nicht einschränken. Hierfür habe auch schon sein Großvater seinerzeit gekämpft.

Das jetzige Gebäude wurde 2013 als Hauptgeschäft umgebaut, und aus den Wohnbereichen sind Büro- und Ausstellungsflächen geworden. Von hier aus berät und betreut „Sanitär Lindhorst“ seine Kunden und legt dabei großen Wert auf schnelle Reaktionszeit und Kompetenz vor Ort.

Die Ausstellung mit einer ausgesuchten Auswahl an Badmöbeln und Badzubehör sei positiv aufgenommen worden. „Unsere Monteure haben wir mit Tablets ausgestattet. Sie haben Zugriff auf alle erforderlichen Informationen, die für optimale Kundenbetreuung und Kommunikation erforderlich sind“, so Scholz weiter. 26 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, davon acht Meister und zwei Auszubildende.

Den Malerbetrieb Buschmann gibt es jetzt schon in der dritten Generation in Achim, erklärte Dieter Buschmann am Standort in den Neuen Finien und führte kurz in die Familienchronik ein. Dabei erfuhren die Gäste auch, dass Firmengründer Friedrich Buschmann Kunstmaler war.

Er habe einige Wünsche, teilte Dieter Buschmann der SPD-Delegation mit. Vor allem seien Fachkräfte und Auszubildende schwer zu bekommen, und auch das duale Ausbildungssystem sei für den Betrieb schwierig. Dennoch habe die Firma bis jetzt 70 Lehrlinge erfolgreich ausgebildet, und einige Mitarbeiter seien bereits seit 30 Jahren im Unternehmen. Der jetzige Betrieb beschäftigt zehn Gesellen und zwei Auszubildende.

Der Schwerpunkt liegt in der persönlichen Kundenberatung und im Service. Neue Techniken der modernen Wandgestaltung mit lösungsmittelfreien Materialen könne der Kunde vorab an Mustertafeln begutachten.

Dass der Betrieb umweltschonend aufgestellt ist, verdeutlichte Buschmann anhand von Werkzeugen wie Pinsel und Rollen, die beim Kunden im Einsatz waren, im Betrieb in einer Waschanlage gereinigt wurden und deren Restbestände eine Fachfirma entsorgt.

Ralf Schulz, Inhaber des Unternehmens Kälte-Klimatechnik Schulz an der Max- Planck-Straße, erklärte den Kommunalpolitikern, wie er nach und nach seinen Betrieb auf ein papierloses Büro umgestellt und den Arbeitsablauf strukturiert hat. Hierbei sei für alle Einsatzfahrzeuge und Werkzeugkoffer die exakt gleiche Ausstattung eingeführt worden. Das führe dazu, dass jeder jederzeit genau wisse, was wo ist und immer alles verfügbar sei. Dies spare Zeit und komme letztendlich den Kunden, die hauptsachlich im gewerblichen Bereich angesiedelt sind, zugute.

Aufträge und Kommunikation würden digital abgewickelt. „Unsere internen Schulungen für Kunden und Mitarbeiter sind optimiert. Daher liegen seit 2004 die Reklamationen bei 0,5 Prozent“, berichtete Schulz.

Altgeräte, die nicht mehr zu reparieren seien, werden bei Schulz Kälte--Klimatechnik zerlegt und getrennt entsorgt. „Das ist einmal gut für die Umwelt und andererseits für unsere Lehrlinge. Die haben so die Gelegenheit, Geräte besser kennen zu lernen“, erläuterte er.

Eine neue Halle auf dem Firmengrundstück ist das nächste Vorhaben des Inhabers, der auch dem Verein „Hilfe und Tat“ einen Raum zur Einlagerung von Spendengütern bereit stellte. - hem

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