„Germanys Next Top Model“

GNTM: Achimerin wollte keine Drama-Queen sein

So war es auf dem Laufsteg: Larissa Onac in „Germanys Next Top Model“.
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So war es auf dem Laufsteg: Larissa Onac in „Germanys Next Top Model“.

Achim – Es hat nicht sollen sein: Ganz nah war Larissa Onac dran an den letzten zehn – bis es sie dann doch noch „erwischte“. Die sechste Staffel von „Germanys Next Top Model“ (GNTM) beim Fernsehsender Pro Sieben und Moderatorin Heidi Klum müssen seit kurzem ohne die 22-jährige Achimerin auskommen.

Die rückblickende Bewertung der jungen Frau auf ihre Zeit in dem Loft – gemeinsam mit vielen anderen Models – fällt trotzdem fast uneingeschränkt positiv aus: „Es war mega, eine absolut coole Zeit und auch eine sehr heftige Erfahrung“, sagt Larissa Onac, die aber auch weiß: „Es ist schon eine eigene Welt, in der man auch an seine Grenzen gehen muss.“ Insofern sei es für sie eine ganz besondere Herausforderung gewesen.

„Larissa ist raus“, hieß es einen Tag nach der Ausstrahlung der Show lapidar auf der Homepage des Privatsenders: „Sie kann in dieser Woche leider nicht überzeugen und muss die Sendung verlassen.“ Was für die Zuschauer in Achim und ganz Deutschland an jenem Abend neu war, das wusste die so Beschriebene natürlich schon ein bisschen länger: Die Folge war bereits im Januar aufgezeichnet worden.

Ihre Erinnerungen daran sind aber nach wie vor sehr lebendig: „Ich habe mir schon gedacht, dass es eng werden kann“, blickt sie zuück: Daher habe sie sich auch vorgenommen, „nicht rumzuheulen“, wenn sie gehen sollte – „ich wollte keine Drama-Queen sein.“ Das gelang ihr. Ein Millionen-Publikum sah ihren stilvollen Abgang.

Dennoch sei sie richtig traurig gewesen an jenem Abend: „Ich wollte so gerne in die Top 10.“ Der Abschied sei dann sehr schnell gegangen – fast von einem Moment auf den anderen war es vorbei.

Viel Zeit zu reflektieren hatte sie seither, auch zum erneuten Durchspielen der vielen besonderen Situationen, die sie erleben durfte. Was den Zuschauern über die vielen Wochen schon aufgefallen war: Larissa war ihrem Anspruch, keine Drama- Queen sein zu wollen, nicht nur am Ende, sondern auch während der gesamten Zeit gerecht geworden. Meistens war sie ruhig und ausgeglichen, an den keineswegs untypischen Zickenkriegen dieser Fernseh-Formate hatte sie sich nicht beteiligt.

Auch im Gespräch mit unserer Zeitung wirkt sie sehr geerdet. „Ich bin ja relativ unkompliziert“, sagt sie über sich. Entsprechend sei sie mit den anderen Kandidatinnen auch gut zurechtgekommen: „Man kann nicht mit allen beste Freundin sein“, weiß sie, sagt aber auch: „Ich wollte keine Streitereien. Streits ziehen Energie, die kann man anderweitig viel besser gebrauchen.“ Es sei ja auch „ein bisschen vorprogrammiert, wenn 25 Mädchen in einem Loft zusammenhocken und man rund um die Uhr gefilmt wird.“

Allerdings: Wenn man gewinnen will, schadet es nicht, häufig im Bild zu sein. Hat ihr der Umstand, eher nett und unaufgeregt zu sein und dadurch weniger Sendezeit zu bekommen, eventuell geschadet? „Vielleicht, das war mir auch bewusst. Aber das war es mir nicht wert. Ich hätte mich verstellen müssen, und das wollte ich nicht.“ Auch die beengte Schlafsituation oder der Umstand, dass man wenig Kontakt zu anderen Menschen hatte, war für sie kein Problem; andere seien deshalb ja ausgestiegen, wollten nur noch nach Hause: „Das war bei mir nicht so.“

Und was für sie in dieser Zeit die größte Herausforderung? Da muss Larissa nicht zweimal überlegen: „Auf dem Laufsteg zu laufen, vor Heidi zu laufen“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Sie sei am Anfang schon sehr nervös gewesen, habe dadurch viel Stress gehabt und es nicht so genießen können: „Aber es ist von Mal zu Mal besser geworden. Man versucht, den Druck auszublenden.“ Ähnlich äußert sie sich zu ihrem Umgang mit Kritik: „Das Feedback war zunächst nicht so gut, aber ich habe es angenommen und konnte die Kritik meistens verstehen.“

Überhaupt der Lernprozess: Die 22-Jährige ist überzeugt davon, dass ihr das, was sie in der Sendung gelernt hat, im Leben helfen wird. Gab es eine spezielle Situation, wo sich nach dem etwas schwierigen Start das Blatt gewendet hat? „Es gab sogar zwei“, sagt Larissa: „Zum einen das Ballett-Shooting mit Liane, das ich gewonnen habe. Und dann das Umstyling von braun auf blond.“

Wer jetzt denkt, dass sich Larissa nach ihren Erfolgen ganz auf eine Model-Karriere konzentrieren wird, der irrt. Zwar werde sie diesen Weg durchaus weitergehen, ist deshalb auch in der vergangenen Woche nach Berlin gezogen – aber genauso wichtig ist ihr das Lehramtsstudium, das sie in der neuen Stadt beginnen wird – der ursprüngliche Traum, Grundschullehrerein zu werden, ist keineswegs ad acta gelegt. „Am liebsten möchte ich beides gleichzeitig machen. Papa passt im Hintergrund auf“, lacht sie.

Ist ihr Leben seit der Ausstrahlung eigentlich ein anderes geworden, gibt es Rummel um ihre Person? Und wie sind die Reaktionen in Achim ausgefallen? „Klar, man bekommt Komplimente, wird schon mal erkannt, auch im Supermarkt. Ich weiß auch von Lehrern, die es geguckt haben, da freut man sich“, sagt sie. In Berlin passiere ihr das jetzt aber öfter als in Achim.

Und sie selbst – hat sie sich durch die Sendung verändert? Larissa überlegt kurz, sagt dann: „Vielleicht ein bisschen. Die ganze Erfahrung, die man sammelt, verändert einen schon ein bisschen. Aber ich bin immer noch die alte Larissa.“ Für diese Erdung sorgt trotz des Umzugs alleine schon der alte Wohnort: „Achim ist mein Zuhause, dahin werde ich auch immer wieder zurückkommen, alleine wegen meiner Eltern.“ Von Frank Schümann * kreiszeitung.de und nordbuzz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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