Bevölkerung könnte gewünschtes Angebot besser honorieren

Feierabend-Markt: „Ich sitze hier beim Wein und warte auf die Achimer“

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Alles Bio und alles aus der Region.

Achim - Von Manfred Brodt. Feierabend am Wochenanfang, jedoch nicht für den Lokalredakteur. Der geht nach 17 Uhr noch auf den stets montäglichen Fieravend-Markt auf dem Alten Markt in Achim, um über ihn zu berichten. Achim ist überfüllt, allerdings mit Autos, die in allen Himmelsrichtungen kilometerlange Schlangen bilden, aber auf dem Firavend-Markt brauche ich keine zwei Hände, um die Besucher zu zählen

Zugegeben, ein schlechteres Wetter hätte ich mir kaum aussuchen können, denn es nieselt unaufhörlich, ist schwül-warm.

In den vergangenen Wochen bei besserem Wetter war das anders, berichten Andreas Weber und Mirja Müller vom Achimer Mühlengrill und Ulrich Dubrow vom gleichamigen Biogut aus Thedinghausen.

Da saßen die Besucher an mehreren Tischen noch bis 21 Uhr zusammen und genossen Wein und Geselligkeit.

Beim Weinchen sitzen gestern auch Hans Bode und Helmut Herzog, allerdings weniger in Gesellschaft.

„Ich sitze hier und warte auf die Achimer“, sagt uns Herzog. Wenn schon so ein schönes neues Angebot in feiner Atmosphäre gemacht werde, dann sollten die Achimer das doch auch honorieren, meint er und legt nach: „Im Rathaus sitzen doch 85 Leute. Ich haben noch keinen aus dem Rathaus hier gesehen.“

Herzog fragt sich, warum so ein Markt in Kirchweyhe funktioniere, aber nicht in Achim.

Erstmals syrische Grillspezialitäten im Angebot

Urlaubsbedingt fehlen an diesem Montag der Bäcker und der Café-Shop, was Alexandra Ghisan und Mariannen Budelmann bedauern. Dafür genießen sie heute syrische Grillspezialitäten, die jetzt erstmals hier angeboten werden und bestens munden.

Tote Hose bei diesem Wetter auch an den Ständen für Süßigkeiten, Spielzeug, Schmalzkuchen, beim Weinstand der Katakomben und auf der Hüpfburg.

Auch die Bremerin Claudia Zeidler wartet an ihrem Fischwagen auf Kunden. Bisher sei es „nicht prickelnd“ gewesen, berichtet sie. An Tagen wie diesen müsse sie noch Geld mitbringen. Sie will sich das noch einige Wochen anschauen, um dann nach den Sommerferien zu entscheiden, ob sie hier nicht fehl am Platze ist.

Feierabendmarkt braucht Besucher

Dabei hatten die Befragungen der von der Stadt beauftragten Innenstadtexperten doch ergeben, dass bei den Achimern das starke Bedürfnis nach so einem Feierabendmarkt außerhalb des Wochenmarkts am Mittwoch und Samstag groß sei.

Marktmeister Klaus Uellendahl hat deshalb mit viel Engagement ab Mai diesen Feierabendmarkt auf die Beine gestellt und bestellt nun „allen einen schönen Gruß, die diesen Markt doch haben wollten.“

Es wäre schön, wenn die Achimer diese Privatinitiative verstärkt unterstützten, dieses neue Angebot von 14.30 bis 18.30 Uhr stärken, wenigstens mal kurz vorbeischauen würden, findet nicht nur er. Er und seine mitstreitenden Händler, die bescheidene sieben Euro Standgebühr bezahlen, haben jedenfalls schon einmal einen langen Atem mitgebracht.

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