„Ich koche und experimentiere viel“

Ex-Achimer Sebastian Lege ist ab September täglich mit Quiz rund ums Essen im Fernsehen

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Sebastian Lege kocht in der neuen Quizsendung sein eigenes Süppchen.

Achim – Sebastian Lege ist den Fernsehzuschauern kein Unbekannter: So klärt der ehemalige Achimer, der heute in der Nähe von Düsseldorf lebt, regelmäßig über „Die Tricks der Lebensmittelindustrie“ auf. Im September startet er mit der Ratesendung „Quiz mit Biss“. Sandra Bischoff sprach mit dem 41-Jährigen übers Kochen, Superfood und Gerichte aus seiner norddeutschen Heimat.

Herr Lege, eine Ratesendung und Lebensmittel – wie passt das zusammen?

Das sind zwei Komponenten, die nicht besser passen könnten. Besser als jedes Kochbuch, besser als jeder Krimi. Es ist die erste Quizsendung im TV, in der es nur um Lebensmittel geht. Spannung, Unterhaltung, Wissenswertes und nützliche Tipps live erklärt und das alles in einer Sendung vereint. Wir zeigen den Zuschauern Dinge, die sie so noch nie gesehen haben und woran sie auch noch nicht gedacht haben. Hier nimmt der Zuschauer wirklich etwas für den täglichen Alltag und Gebrauch mit. Das zeichnet dieses Format aus.

Sie sind gelernter Koch und bezeichnen sich als Food-Experten. Welche Frage bei „Quiz mit Biss“ hätten selbst Sie nicht spontan beantworten können?

Ich als Lebensmittelexperte und Food-Entwickler habe ja schon „fast“ alles gesehen und gegessen, dazu lese ich sehr viel. In der Tat, bei der Frage „Forscher aus den USA haben Plastik den Kampf angesagt und entwickelten Folie aus: …“ bin auch ich kurz ins Grübeln gekommen. – Antwort: Na, wissen Sie es? Nein? Dann unbedingt einschalten, denn solche Fragen werden nur bei „Quiz mit Biss“ gestellt.

Gibt es ein Einmaleins der Lebensmittel, das jeder beherrschen sollte?

Ein klassisches Einmaleins gibt es nicht, jeder sollte aber beim Kauf von industriellen Produkten / Lebensmitteln unbedingt auf die Inhalts- und Zusatzstoffe schauen. Beim Kauf von frischen Produkten ruhig auf den Geruch, das Aussehen achten und gerne auch mal tasten und fühlen (zum Beispiel Ananas, Avocado). Dann kommt man gut durch den Dschungel der Vielzahl von Lebensmitteln.

Fleisch oder Fisch, Kartoffeln oder Pasta? Welcher Typ sind?

Ich liebe es, frische Pasta zu machen. Da ich auch auf meine Ernährung achte, esse ich gerne frischen Fisch. Eine Leidenschaft ist auch das Grillen, also ein schönes Stück Fleisch vom Grill; wer kann da schon nein sagen?

Worauf legen Sie Wert beim Kochen?

Ich koche und experimentiere ja viel mit Lebensmitteln. Für mich ist es wichtig, frische regionale Produkte zu verwenden. Ich passe mich auch den Jahreszeiten an und esse die Produkte, die es in der jeweiligen Zeit gibt. Ich achte auch auf die Qualität der Küchengeräte.

Sie sind in Achim aufgewachsen. Gibt es ein Gericht, das Sie besonders an Ihre Heimat erinnert oder Sie, was Ihr Kochen angeht, geprägt hat?

Knipp mit Bratkartoffeln hat es bei meiner Mama immer gegeben. Gute Hausmannskost finde ich sehr lecker und ziehe ich oft der Sterneküche vor. Aber auch die japanische Küche aus dem Hotel Nikko in Düsseldorf hat mein Kochen stark beeinflusst.

In schöner Regelmäßigkeit werden immer andere Lebensmittel als sogenanntes Superfood angepriesen: Die Palette reicht von der Avocado über Goji-Beeren bis zu Chia-Samen. Was halten Sie von dem Hype?

Das „Superfood“ gibt es eigentlich gar nicht. Lebensmittel ohne eine klinische Studie sind keine Superfood-Produkte. Das ist eine PR und Verkaufsstrategie.

Ihr Rat an diejenigen, die sich nicht an die Töpfe trauen, weil es zu aufwendig und zu schwer ist?

Langsames Rantasten ist in diesem Fall die beste Vorgehensweise. Fangen Sie mit kleinen leichten Gerichten an. Die gesündeste Art der Ernährung ist das Selbstgekochte und Frische. Da weiß man, was man gekocht hat, was drin ist, und man kann den Geschmack beeinflussen. Dinge frisch kochen, ist nicht aufwendiger als fertige Produkte zuzubereiten. Man kann am Anfang ruhig auch gute Convenience-Produkte verwenden.

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