Hotel Haberkamp benötigt Pachtgelände für Anbau / Suche vor Ort erfolglos

Schützenverein Uphusen zieht nach Bierden um

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Der Schützenverein Uphusen muss seine Anlage am Hotel Haberkamp aufgeben.

Uphusen - Von Michael Mix. Dem Schützenverein Uphusen steht eine Zäsur bevor. Schon bald wird er nicht mehr im Ort ansässig sein. Wenige Jahre vor dem 100. Jubiläum muss der 1920 gegründete Verein seinen angestammten Sitz an der Uphusener Dorfstraße räumen. Denn auf dem Gelände soll das Hotel Haberkamp erweitert werden. Sven Prekel, Vorsitzender des Schützenvereins Uphusen, bestätigt das auf Nachfrage und kündigt an: „Wir werden uns beim Schützenverein Bierden einmieten.“

Knall auf Fall kommt diese Entwicklung nicht. Bereits 2011 habe die Familie Böhmermann, die das Hotel betreibt, dem Vorstand mitgeteilt, dass der Pachtvertrag nicht verlängert werde, berichtet Prekel.

Im kommenden Jahr solle das „gut laufende Haus“ um 16 neue Doppelzimmer auf dem jetzigen Vereinsgelände wachsen, sagte Jens Böhmermann auf Nachfrage. Für diesen rückwärtigen Anbau müsse der Schießbetrieb, seit 1956 dicht am Hotel angesiedelt, dort aufgegeben werden.

In Anbetracht des auslaufenden Mietverhältnisses hat sich die Führungsriege des Vereins nach Angaben von Prekel „natürlich rechtzeitig nach einem Ausweichquartier im Dorf umgesehen“. So hätten die Schützen die Fühler nach dem Sportplatz-Areal am Arenkamp ausgestreckt, um dort ein neues Heim samt Schießanlagen zu errichten. „Selbstverständlich mit einem hohen Anteil an Eigenleistungen.“

Aber die „reine Bausumme“ hätte laut Sven Prekel 300000 Euro gekostet und wäre nur durch Fördergelder von Stadt, Kreis und Land zu finanzieren gewesen. „Doch die konnten wir leider nicht auftreiben. Die Verhandlungen mit der Stadt haben sich zerschlagen“, erläutert er.

Daraufhin sei dann die Lösung mit dem Schützenverein Bierden ersonnen worden. Nach gegenseitigen Besuchen habe man „festgestellt, ja, wir passen zusammen“. Der Schützenverein Uphusen mit seinen rund 100 Mitgliedern kommt also auf dem Bierdener Gelände, In den Bergen, mit unter. „Und zumindest ein Teil unserer acht Luftgewehr- und sechs Kleinkaliber-Anlagen“, fügt Prekel noch an, „wird wohl nach dorthin verlegt.“

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