Fachmann der N-Bank informiert vor Verein Haus Hünenburg über Förderprogramm

„Horizont 2020“ – EU will kleineren Unternehmen helfen

Referent Klopp. - Foto: Schmidt

Achim - „Horizont 2020“, ein Programm der Europäischen Kommission, bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) neue Perspektiven. Dr. Heinrich-Wilhelm Klopp hielt dazu am Dienstagabend vor dem Verein Haus Hünenburg einen interessanten Vortrag.

Der EU-Bevollmächtigte für Innovations- und Forschungsförderung der N-Bank zeichnete zunächst ein verhalten optimistisches Bild deutscher Neuerungskraft: Die Innovationsausgaben der KMU lägen bei einigen europäischen Nachbarn deutlich höher und stagnierten sogar seit 2009 in der Bundesrepublik.

In Niedersachsen funktioniere der Transfer von Forschung und Entwicklung in die Wirtschaftsbetriebe nicht so gut wie in anderen Bundesländern, sagte Klopp. In Sachsen beispielsweise seien weitaus mehr Forschungsinstitute angesiedelt und Niedersachsen profitiere nicht mehr so stark von den EU-Strukturfonds, weil das Bundesland inzwischen gut entwickelt sei.

Aus diesem Grunde ist es nach Meinung des Referenten dringend erforderlich, Ergebnisse der Grundlagenforschung in die Betriebe zu tragen und eine „marktnahe Förderung“ zu vermitteln. Zwar gebe es auch weiterhin Landesmittel, aber das EU-Programm „Horizont 2020“ eröffne die Chance, ein internationales Netzwerk nutzen zu können.

Niedersachsen präsentiere mit der sogenannten RIS3-Strategie ein Planungsdokument, das Hightech-Innovationen von KMU und Handwerksunternehmen forciere, EU-Programme stärker einbeziehe und die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft vorantreibe. Zielgruppen sollen damit verstärkt über Bundes- und EU-Förderprogramme in Kenntnis gesetzt werden.

Die NBank unterstützt das Ganze laut Klopp mit eigenen Anstrengungen. Sie helfe zum Beispiel bei der Partnersuche für Projekte, bei deren Management oder bei Antragsvorbereitungen. Jährlich biete die NBank interessierten Unternehmen zehn bis zwölf Kongresse zum Informationsaustausch an.

Vorteile für die Firmen seien europaweite Vernetzung und Sichtbarkeit, Aufbau kontinentaler Kooperationen, Kontakt zu gleichgesinnten Unternehmen und Beteiligung an Forschung und Entwicklung, frische technische Impulse und Test neuer Technologien in partiell geschütztem Rahmen. Hürden sind nach Angaben des Fachmanns Sprache und Kultur, Schutz des eigenen Know-hows und Schulung der eigenen Administration.

„Brüssel dient nicht nur der Regulierung“, sagte Klopp. „Brüssel ist auch Schaufenster, wo Unternehmen zeigen können, was sie leisten.“

Er ermunterte die rund 20 versammelten Wirtschaftskapitäne aus der Region dazu, das Angebot zu nutzen. Bisher hätten schon viele niedersächsische Unternehmen an europäischen Ausschreibungsverfahren für Innovationsförderung teilgenommen und vom Austausch und den internationalen Beziehungen profitiert.

sch

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