Bürgerbus befördert rund 31000 Fahrgäste pro Jahr / Trägerverein erinnert an Gründung

Holpriger Start ist längst vergessen

Das erste „Achimobil“ wurde am 17. September 2011 auf dem Bibliotheksplatz getauft. Foto: bürgerbus-verein

Achim – Seit acht Jahren ist in Achim der Bürgerbus unterwegs. Nach holprigem Start, bei dem der knallrote Neunsitzer mit ehrenamtlichem Fahrer am Steuer beim Linienverkehr durchs Stadtgebiet zunächst mehr neugierige Blicke als Einsteiger erntete, ist das alternative ÖPNV-Angebot heute etabliert. Die beiden „Achimobile“, die vier Strecken zwischen Badenermoor und Uphusen im 90-Minuten-Takt bedienen, befördern inzwischen rund 31 000 Fahrgäste pro Jahr. Der Bürgerbus-Verein Achim blickt in einer Pressemitteilung auf den Anfang und die weitere Entwicklung zurück.

Herausgeputzt in den Vereinsfarben rot und weiß und zu den Klängen von „When the Saints Go Marching in“, rollte der auf Hochglanz polierte erste Achimer Bürgerbus am 17. September 2011 zu seinem großen Auftritt. Mehrere hundert Zuschauer waren dabei, als er zwischen den Wochenmarktständen zum Bibliotheksplatz fuhr und auf den Namen „Achimobil“ getauft wurde. Den Namen hatte eine Jury aus fast 150 Einsendungen ausgewählt.

Bereits im August 2010 hatte die Stadt Achim auf einer Informationsveranstaltung gemeinsam mit dem Zweckverband des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen Interessierten das Prinzip des Bürgerbusses vorgestellt. Zehn Bürger starteten anschließend die „Initiative Bürgerbus Achim“ und bereiteten in Arbeitsgruppen die Vereinsgründung vor. Am 29. November 2010 hoben 18 Leute dann den Bürgerbus-Verein aus der Taufe.

Mit rund 31000 Fahrgästen jährlich gehört die Achimer Einrichtung zu den größten Vereinen ihrer Art in Niedersachsen und schließt die Lücken im Angebot des ÖPNV dort, wo die großen Busse nicht fahren. Die Achimobile verbinden von Montag bis Samstagmittag im 90-Minuten-Takt die Wohngebiete fast aller Ortsteile mit dem Zentrum und den beiden Bahnhöfen.

„Der Verein ist stolz auf das bisher acht Jahre andauernde Angebot für eine wohnortnahe Mobilität für Menschen in allen Lebensphasen mit und ohne Handicap“, heißt es in der Pressemitteilung des Vorstands. Er dankt den Fahrgästen für die „in den vergangenen Jahren gezeigte Treue“ und allen Sponsoren für die Unterstützung.

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