Initiative von Bikern will den Dirtpark im Stadtwald sanieren

Höher, schneller, sicherer

Gekonnt nimmt Johannes mit seinem Bike die Hügel im Dirtpark. Um die Sanierung kümmern sich (von links) Sozialarbeiter Till Bräkling sowie die Biker Dennis Toppe, Sören Ahrens, Jörn Elfers, Bjrön Wienberg und Torben Ahrens.
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Gekonnt nimmt Johannes mit seinem Bike die Hügel im Dirtpark. Um die Sanierung kümmern sich (von links) Sozialarbeiter Till Bräkling sowie die Biker Dennis Toppe, Sören Ahrens, Jörn Elfers, Bjrön Wienberg und Torben Ahrens.

Achim – Der Dirtpark im Stadtwald ist in die Jahre gekommen. „Wir haben als Gruppe entschieden, dass ein bisschen ausbessern nicht hilft“, sagt Jörn Elfers. Der 37-Jährige nutzt den Parcours in Achim seit etwa drei Jahren regelmäßig mit seinem BMX-Rad.

Im Jahr 2012 hatte die Politik ihre Einwilligung für die Baugenehmigung des Dirtparks gegeben, den Jugendliche in kleinerer Form im ehemaligen Öllager geschaffen hatten und der lediglich geduldet worden war. Nun sei es aber an der Zeit, den durch viel Nutzung und Erosion mitgenommenen Dirtpark wieder in Schuss zu bringen, um auch die Sicherheit der Nutzer weiterhin zu gewährleisten, wie Till Bräkling, Sozialarbeiter bei der Stadt, sagt. Mittlerweile sei neben der Hauptroute eine zweite Streckenführung entstanden, und nicht nur Jugendliche nutzen das Gelände, sondern auch Erwachsene und ihre Kinder. So wie Jörn Elfers, der wegen Knieproblemen vom Motocross aufs Rad umgestiegen ist. „Der Arzt hat gesagt, Fahrradfahren ist das Beste, was ich machen kann“, erklärt er.

Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres hatten Elfers und seine Mitstreiter Björn Wienberg, Torben und Björn Ahrens sowie Dennis Toppe 14 Tonnen Lehmsand verteilt. „Wir haben fast jeden Tag geschaufelt. aber da passiert wenig, weil man mit der Hand nicht viel schafft“, erzählt Björn Wienberg. Die Anlage bedürfe einer Grundsanierung, und die Initiative will außerdem noch mehr Möglichkeiten für die Nutzer schaffen. „Es soll für jeden etwas dabei sein: vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen“, sagen Elfers und seine Freunde.

Was aber nicht bedeute, dass die Anlage flächenmäßig vergrößert werde. Das sei allein wegen der Lage im Wald nicht möglich. „Es ist immer ein Drahtseilakt zwischen dem Naturschutz und der Action“, sagt Sozialarbeiter Bräkling. Vielmehr sollen verschiedene Schwierigkeitsgrade auf den schon vorhandenen Linien geschaffen werden. So schwebt der Gruppe unter anderem vor, die Höhen der Sprunghügel sowie die Lücken zwischen den Sprüngen zu ändern.

Finanziert wird das Vorhaben über die Lokale Arbeitsgruppe des Landkreises Verden mit voraussichtlich 3 000 Euro, sagt Till Bräkling.

Ende kommender Woche soll es losgehen. Zuerst muss das Laub von der Bahn beseitigt werden. „Wenn wir es in den neuen Sand einbringen, dann leidet irgendwann die Festigkeit“, erklärt Björn Wienberg. Ab Ende des Monats soll der neue Boden – ein Lehm-Sand-Gemisch – nach und nach verteilt werden. Der ist allerdings noch nicht bestellt. „Wir schauen uns in den nächsten Tagen Sand an“, berichtet Elfers. Dennis Toppe organisiert die Baumaschinen.

Bis zum Beginn der neuen Saison im Frühjahr kommenden Jahres werden die Sanierungsarbeiten voraussichtlich dauern. Bis dann ist der Dirtpark nicht nutzbar. Die Stadt sperrt den Parcours in den kommenden Tagen ab. „Wir hoffen, in den nächsten Wochen und Monaten eine Community zu etablieren, die sich hier regelmäßig trifft und mit anpackt“, sagt Jörn Elfers. Anmeldungen sind nicht nötig. Wer Lust hat mitzumachen, ist willkommen. Die Arbeiten werden sich in erster Linie aufs Wochenende konzentrieren. „Wir sind alle berufstätig, und abends wird es früh dunkel“, sagt Elfers. Für den Fall, dass mal niemand am Dirtpark anzutreffen ist, ist die Absperrung mit einem Kontakt versehen, an die sich Interessierte wenden können.

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