„Silberhochzeits“-Feier der Spielgemeinschaft Achim-Baden

Höhen, Tiefen, Jubel, Tränen: Handball rockt

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Gäste der Jubiläumsfeier. Bei vielen wurden auch ganz persönliche Erinnerungen an Höhen und Tiefen aus 25 Jahren Handballsport der Spielgemeinschaft wieder lebendig.

Achim - „Handball rockt in Achim“ – dieser Slogan prangte auch auf einem Plakat bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen der Spielgemeinschaft (SG) Achim-Baden im TSV-Heim Am Freibad.

Vom Aufstieg in die zweite Bundesliga 2006 bis zum finanziell bedingten Zwangsabstieg trotz sicheren Tabellenplatzes 2009 und dem kaum für möglich gehaltenen Wiederaufstieg in die Dritte Liga am letzten Spieltag 2014 führte der kurvenreiche sportliche Weg die SG. Ihr Vorsitzender Torsten Glandien skizzierte kurz die Stationen mit Höhen und Tiefen, Jubel und Tränen in seiner Begrüßungsrede zur „Silberhochzeit“.

Angefangen hat alles bei einem Bier

Angefangen hat alles bei einem bierseligen Gespräch der „Handballverrückten“ Jürgen Kloster vom TSV Achim und Carsten Meyer vom TV Baden. Nach einem Spiel der beiden Teams gegeneinander mit Badener Sieg im Januar 1990 hatte Kloster sinniert, was wohl alles möglich wäre, wenn man diese zwei Mannschaften zusammenschließe.

„Jung, Wild, Handballer“ – Gerald Glöde, Geschäftsführer des Handballverbands Niedersachsen (rechts), übergibt dem SG-Achim-Baden-Vorsitzenden Torsten Glandien das passend verpackte Jubiläumsgeschenk (Bild links). Rechts: Sie sorgen bei Spielen der Handballer stets für einen schwungvollen Rahmen und zeigten auch auf der Feier zum 25. Geburtstag der Spielgemeinschaft zwischen den Wortbeiträgen teils artistische Tanzeinlagen.

Bis dahin gab es dann noch einige Hürden zu überwinden, so Glandien. TV und TSV galten nicht gerade als eng befreundet. Am 9. Juni 1992 aber war es soweit: Im Vereinsheim des TV Baden am Lahof wurde die 700 Mitglieder starke SG Achim-Baden offiziell gegründet. Mit gleich 28 Teams stieg sie in den Spielbetrieb ein.

Nachwuchs spielte immer eine wichtige Rolle

Erster SG-Vorsitzender wurde Peter Tellkamp. Vor Torsten Glandien hatte Ulrike Tonn ab 1999 rund 15 Jahre lang an der Spitze gestanden.

Handball wurde und wird hier aber nicht nur als Leistungs-, sondern auch als Breitensport begriffen, gefördert und zudem auf die Stärkung der Nachwuchsabteilung besonderer Wert gelegt.

Glandien würdigte die Verdienste Erhard Wiedwalds in diesem Bereich. Der Badener habe unter anderen den sportlich-geselligen Austausch mit Jugendhandballern aus der polnischen Stadt Morag ins Leben gerufen. Aber auch den „Tag der Handballjugend“ richtete die SG schon aus, es gab Mini-Spieltage, Theaterbesuche und mehr. 2007 wurde der Jugendförderverein gegründet.

Sponsoren leiten Aufstieg und Abstieg ein

Das SG-Spitzenteam heimste Auszeichungen zur Mannschaft des Jahres ein und hatte Spieler des Jahres in seinen Reihen. Es gab zudem attraktive Freundschaftsspiele gegen den THW Kiel, sowie gegen die tschechische und japanische Handball-Nationalmannschaft.

Ohne Sponsoren wäre der sportliche Aufstieg nicht denkbar gewesen, aber der Ausfall des größten Sponsoren leitete auch den Abstieg ein. Dies erwähnte Glandien kurz. Sein großer Dank galt allen ehrenamtlichen Unterstützern, Helfern und Übungsleitern.

Bürgermeister Rainer Ditzfeld hob in seinem Grußwort hervor, dass die handballerischen Erfolge als Aushängeschild gewirkt und den Namen Achims über die Region hinaus bekannter gemacht hätten. Er wünschte dem SG-Team weiterhin in der Oberliga Nordsee viel Erfolg. Eine gute Hand hätten die Verantwortlichen auch bei der Trainerwahl stets gehabt.

Handballverband lobt den Verein in größten Tönen

Landrat Peter Bohlmann überbrachte Glückwünsche des Landkreises Verden. Er erinnerte daran, dass die SG Achim-Baden der erste reine Handballverein im Kreis gewesen sei. Die Spielvereinigung sei allerdings auch etwas aus der Not des Spielermangels geboren worden. Peter Tellkamp berichtete kurz, aber bewegt an die Gründungsphase, und Mario Wittenberg wünschte als stellvertretender Jugend-Vorsitzender der Handballregion Niedersachsen-Mitte alles Gute.

Gerald Glöde, Geschäftsführer des Handballverbands Niedersachsen, pries in seiner Festrede diese Sportart als eine mit „Nonstop-Action“, großer Fan-Nähe und Bodenständigkeit. Junge Leute könnten hier nicht nur etwas für Fitness und Selbstbewusstein tun, sondern auch neue Freundschaften schließen.

Dramatischer Rückgang jugendlicher Spieler

Zugleich wies Glöde darauf hin, dass es gerade im Jugendbereich auch wegen der demografischen Entwicklung einen dramatischen Rückgang der Handball-Aktiven gebe. Dieser Sport und auch die ehrenamtliche Arbeit müsse für junge Leute daher deutlich attraktiver gestaltet und dafür investiert werden. Sonst würden sich noch mehr lieber E-Games am Computer zuwenden.

Allen in der SG-Achim-Baden und für sie Engagierten dankte Glöde herzlich, bevor auf der 25-Jahr-Feier Hochzeitssuppe und Schnittchen serviert wurden.

la

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