Badener Sven Zwirner hilft Landwirt mit seinem unbemannten Flugobjekt

Hobbypilot fahndet nach Rehkitzen mit der Drohne

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Diese Drohne wird benutzt.

Baden - Aktuell wird vor Terroranschlägen durch Drohnen zum Beispiel über Fußballstadien gewarnt. Die kleinen unbemannten Flugobjekte bieten aber auch ungemein nützliche Möglichkeiten zum Beispiel für die Polizei und Rettungsdienste bei der Personensuche oder auch Landwirte.

Der Badener Sven Zwirner zum Beispiel ist im Außendienst tätig und begeisterter Drohnenflieger. Das Fluggerät hat er auf seinen Fahrten stets dabei, um Landschaftsaufnahmen aus einer besonderen oder sonst unzugänglichen Perspektive zu machen.

Kürzlich hatte er mit seiner Drohne in Baden einen besonderen Einsatz. Landwirt Ernst-Hermann Priehs wollte ein etwa zehn Hektar großes Feld mit hohem Gras mähen. Da Rehe gesichtet worden waren, war anzunehmen, dass noch Jungtiere in dem Feld sein könnten.

Die Rehkitze legen sich lautlos auf den Boden, um sich vor Feinden zu schützen. Sie sind in diesem Alter noch nicht zur Flucht fähig. Aus diesem Grund kommt es häufig beim Mähen von Wiesen oder Feldern zu tödlichen Verletzungen. Erst im Alter von zwei bis vier Wochen sind die Kitze fähig, vor ihren Feinden zu flüchten, hatte ein Jäger erklärt.

Der Badener Sven Zwirner bei seinem Drohneneinsatz für die Landwirtschaft.

Der Landwirt und Kollegen schreiten deshalb in der Regel vorher einmal die Felder mittig von Nord nach Süd und Ost nach West ab, um Tiere zu verscheuchen. Um sicher zu sein, dass sich keine Rehkitze auf dieser Fläche befinden, wurde diesmal das Feld mit der Drohne und Kamera Zwirners in niedriger Höhe überflogen.

Die Aufnahmen waren während des Überfliegens live auf dem Tablett zu verfolgen. So konnte nach 15 Minuten grünes Licht zum Mähen gegeben werden, da keine Rehkitze oder Anzeichen dafür entdeckt worden waren. Eine Begehung dieser Fläche, mit idealerweise zwei Personen, hätte etwa zwei Stunden gedauert.

Der Drohneneinsatz mit Kamera eignet sich besonders gut, wenn es um schnelle Überprüfungen an schwer zugänglichen oder auch gefährlichen Orten geht, erklärt Zwirner.

Die Drohne ist leise, kann von überall starten, lässt sich sehr nahe an ein Objekt heran fliegen und ist im Einsatz relativ günstig. Bei einer Flughöhe von 30 Metern gibt es bereits einen guten Gesamtüberblick, und für eine exakte Beobachtung kann es bis auf zwei Meter über den Boden gehen, beschreibt Zwirner die Möglichkeiten.

Derlei Anfragen zum Einsatz des Fluggeräts, sofern diese im gesetzlichen Rahmen bleiben, steht der Hobby-Drohnenpilot positiv gegenüber. - hem

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