Klimastreik in Achim

„Hitzewellen, Dürren, Starkregen bedrohen unser aller Leben“

Rund 250 Menschen demonstrierten auf dem Bibliotheksplatz in Achim für ein Umdenken der Politik in der Klimakrise.
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Rund 250 Menschen demonstrierten auf dem Bibliotheksplatz in Achim für ein Umdenken der Politik in der Klimakrise.

„Alle fürs Klima“ – unter diesem Motto versammelten sich am Freitagnachmittag schätzungsweise knapp 250 Menschen auf dem Bibliotheksplatz. Fridays for Future Achim und die örtliche Nabu-Gruppe hatten dazu aufgerufen, sich am „Klimastreik“ zu beteiligen. „Hitzewellen, Dürren, Starkregen bedrohen unser aller Leben“, betonte Sabrina Kernhoff, Sprecherin der Nabu-Gruppe Achim.

„Dann nutzen uns alle schönen Umgehungsstraßen und Gewerbegebiete nichts mehr“, sagte sie mit Blick auf die Bürgermeister-Stichwahl und die Bundestagswahl am Sonntag. Erstmals zeigten bei dieser dritten Klimastreik-Demo auch die Achimer Grünen Flagge. Die mit Beginn der Industrialisierung vor rund 150 Jahren einsetzende Aufheizung der Erde sei dramatisch, unterstrich Maria Elena Vorrath vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. So setze der schrumpfende Regenwald im Amazonasbecken inzwischen mehr Kohlenstoff frei als er aufzunehmen vermöge. Ein anderer gefährlicher Kipppunkt ist laut der Geologin und Klimaforscherin der schwindende Eisschild in Grönland. Schmelze dieser vollständig ab, würden New York, Rio, Tokio untergehen, aber auch Hamburg und Bremen würden zum Teil überflutet werden. „In Achim würde nach oben drückendes Grundwasser viele Gebäude zerstören“, führte Vorrath mögliche Folgen vor Ort an. Und je mehr Fläche versiegelt werde, desto weniger Wasser könne bei Starkregen versickern. „Wir können unseren jetzigen Lebensstil so nicht beibehalten“, mahnte die Forscherin und fügte hinzu: „Das muss die Politik auch mal so ehrlich sagen.“ Die „Omas gegen Rechts“ machten mit Liedern auf „d a s Zukunftsproblem“ aufmerksam und forderten Verantwortliche und Verbraucher zum Handeln auf. Im Zeichen des Klimawandels müsse sich auch die Landwirtschaft grundlegend ändern, Massentierhaltung und Monokulturen beenden, verlangte Biobäuerin Elisabeth Böse-Hartje. text und Foto: Mix

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