Reise ins Innere der Werkstoffe

Schüler des Gymnasium am Markt nimmt an Mint-EC-Camp in Freiberg teil

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Max Hiltawsky, 18 Jahre, stellt den Abguss eines Metall-Smileys als Abschluss-Gimmick her.

Achim/Freiberg - Ohne Stahl könnte kein Maschinenbauer ein Auto bauen. Es gäbe keine Alu- oder Frischhaltefolie. Und eine Rakete würde den Flug ins All ohne Hitzeschutzkacheln nicht überstehen. Doch wie lassen sich diese Werkstoffe herstellen und prüfen?

Das erfuhren 16 Jugendliche von Schulen des Excellence-Schulnetzwerks „MINT-EC“ in einem berufsvorbereitenden Camp an der Technischen Universität (TU) Bergakademie Freiberg.

Erfolg mit dem Motivationsschreiben

Mit dabei war auch der 18-jährige Max Hiltawsky aus Etelsen, der zurzeit das Gymnasium am Markt in Achim besucht. An dem viertägigen Workshop beteiligten sich Schüler aus ganz Deutschland – von Bremen bis Bayreuth. Zuvor mussten sie sich mit einem Motivationsschreiben bewerben.

Ein modernes Auto besteht aus ungefähr 10 000 Einzelteilen, die wiederum aus unterschiedlichen Materialien wie Stahl, Aluminium, Magnesium und Kunststoffen zusammengesetzt sind. Damit ist es das perfekte Untersuchungsobjekt für die Jungforschenden des MINT-EC-Camps „Zukunft Werkstoffe“.

Praxis und Unternehmensbesichtigungen

„Wie schnell, schwer, sicher ein Produkt heute ist, hängt von den verwendeten Materialien ab. Im MINT-EC-Camp zeigen wir den Schülern unter anderem, wie sich die Beschaffenheit und Belastbarkeit von Werkstoffen prüfen lässt. Damit geben wir ihnen einen Einblick in die Arbeit eines Werkstoffwissenschaftlers/-technologen“, erklärt Dr. Dirk Renker, Beauftragter für Bildung der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie.

An zwei Tagen absolvierten die Schüler Praktika zur Stahlverarbeitung und Elektrolyse unter Anleitung von Wissenschaftlern der Universität. Während die eine Projektgruppe die Prozesskette von der Herstellung von Roheisen bis hin zur fertigen Fahrzeugfeder verfolgte, analysierte die zweite Gruppe Methoden und Verfahren der Kupfergewinnung mittels der Elektrolyse.

Als Andenken gibt es einen selbstgemachten Smiley

Sie besuchten zudem die Unternehmen Saxonia Galvanik GmbH und BGH Edelstahl Freital GmbH sowie das Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“. Bei einem Treffen mit Studenten des Race-Tech-Racing-Teams der TU Bergakademie Freiberg erfuhren die Schüler mehr über die Konstruktion eines Rennwagens und zum Studium in Freiberg. Zum Abschluss konnte jeder sich einen Metall-Abguss mit Smiley-Motiv selbst herstellen und als Souvenir mit nach Hause nehmen.

„MINT“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Hauptförderer des im Jahr 2000 gegründeten MINT-EC-Netzwerks sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative „think ING.“ sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm.

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