Achimer am Bahnhof mit Drogen erwischt

Heroinsucht treibt ihn in die Halbwelt

Achim - Von Lisa Duncan. Seine Drogensucht resultierte für einen 34-jährigen Achimer in mehr als nur gesundheitlichen Kosten: Nachdem die Polizei ihn im Januar dieses Jahres mit Heroin am Bremer Hauptbahnhof erwischt hatte, verhängte das Achimer Amtsgericht eine Geldstrafe in Höhe von 800 Euro.

Es hätte deutlich schlimmer für ihn ausgehen können: Der Strafrahmen kann bei entsprechenden Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz bis zu fünf Jahre Haft betragen. Aber Richter Matthias Hahn hielt dem Achimer zugute, dass er den Vorwurf einräumte („Ich hab' das gekauft und wurde damit erwischt“, so der Angeklagte). Zudem hatte er nur eine geringe Menge erworben: Laut Anklageschrift waren es 1,35 Gramm, das entspricht etwa drei Konsumeinheiten Heroin. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er mit Arbeitslosengeld II und einer Rente.

Der Heroin-Dealer sei dem Angeklagten zuvor nicht bekannt gewesen, vielmehr habe dieser ihm die Droge von sich aus angeboten. „Und ich konnte nicht widerstehen“, sagte der Angeklagte, der weiterhin schilderte, er sei schon vor einigen Jahren „draufgekommen“ und konnte es seither nicht sein lassen, Heroin zu konsumieren. Der mehrfach, auch einschlägig vorbestrafte, Mann beteuerte, dass er die Droge nicht wieder anfassen wolle. „Ich bin von der Spur abgekommen“, sagte er. Bereits acht Eintragungen sind über den Angeklagten im Bundeszentralregister vermerkt, darunter Diebstahl, Versicherungsbetrug, Fahren ohne Fahrerlaubnis und das Erschleichen von Leistungen.

„Das geht quer durch den Gemüsegarten bei Ihnen“, stellte der Richter fest und hielt dem Angeklagten vor Augen, dass ihn das nächste Mal, wenn er wegen Drogenbesitzes verhaftet werde, das Gefängnis erwarte. „Das machen Sie hier nicht dreimal.“ Vorerst kommt der 34-jährige nun mit einer Geldstrafe, zu zahlen in acht Raten, davon.

Rubriklistenbild: © dpa

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