Glück im Bild

Fototeam „Lichtstark“ zeigt Ausstellung „Unterwegs“ im Rathaus

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Achim - Menschen, die viel unterwegs sind, fällt häufig das Bleiben und Verweilen schwer. Bei Fotografinnen und Fotografen ist das anders. Sie sind „Unterwegs“, so der Titel einer Ausstellung des Fototeams „Lichtstark“, die am Samstag im Achimer Rathaus eröffnet wurde, um mit der Kamera Momente einzufangen und Eindrücke zu bewahren. Dafür braucht es Geduld, Aufmerksamkeit, ein gutes Auge, gedankliche und physische Mobilität und die Fähigkeit, das bildliche Glück zu erzwingen.

Über diese Eigenschaften verfügen Petra Ernst, Werner Meyer, Gabriele Tinscher, Thomas Tscheu sowie Gesine und Christian Wiechmann. Sie fotografierten ganz in der Nähe, im Landkreis, im Watt der Küste, auf der Hochseeinsel Helgoland oder weit weg in New York, Albanien und China.

Zur Ausstellung, die insgesamt 49 Bilder zeigt, sprach Gesine Wiechmann. „Vor gut acht Jahren haben wir uns zusammengefunden. Bis auf Gabriele Tinscher, die sich mittlerweile als Fotografin selbstständig gemacht hat, sind wir alle in ganz unterschiedlichen Berufen tätig.“

Fotografieren sei allen ein Hobby und biete die Möglichkeit zu Gesprächen über Fotos, Perspektiven, Lichtverhältnisse und Ausrüstung. Man gebe sich Tipps und reflektiere mögliche Motive, so Wiechmann, die den Besuchern der Ausstellung humorvoll gemeinsame Ausflüge mit vollem Equipment vor Augen führte: „Eindrucksvoll, aber nicht geeignet, um unauffällig einen Ort zu besuchen.“

Charme, der weite Blick oder auch der Zufall locken die Fotografen

Solche Orte waren bisher die Speicherstadt in Hamburg, der Vogelpark Walsrode oder die Pferderennbahn in der Bremer Vahr, die jetzt Geschichte ist. Ein Höhepunkt fotografischer Ausbeute sei ein Wochenende auf Helgoland gewesen: „Wir haben gefühlt tausende Fotos aufgenommen von Basstölpeln und Seehunden. Es war ein hinreißendes Szenario“, sagt Gesine Wiechmann, die den Betrachtern riet, sich von den Fotografen auch die kleinen Geschichten hinter den Bildern schildern zu lassen.

Was weckte nun das Interesse dieser sechs Fotografen, wenn sie unterwegs waren? Der kühle Charme das Elbtunnels, der weite Blick über den Wolken, ein einzelner Kranich, schwarz-weiß herausgelöst aus dem Himmelsblau, alte Chinesen, die sich eine Pause gönnen, das flirrende Licht und Leben von Metropolen, eine stürmische See oder die visuellen Reize Irlands. 

Festgehalten mit punktgenauer Schärfe und – wenn es das Motiv erfordert – mit Bewegungsunschärfen. Motive so unterschiedlich wie gestalterische Intentionen. Deutlich sichtbar bei allem: Die Fotografier- und Reiselust der Bildautoren.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 27. September. Sie ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses und Bürgerbüros zugänglich.

häg

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