Künstler Günther Klein

Von der heimischen Marsch bis zur Nordseeinsel Juist

+
Günther Klein in seinem Atelier am Badener Heimstättenweg.

Baden - Von Bernd Hägermann. Vom maritimen Einfluss im künstlerischen Schaffen des Badener Malers Günther Klein wissen vor allem jene, die seine regelmäßigen Ausstellung auf der Nordseeinsel Juist besuchen. Dort ist das Wasser allgegenwärtig und Klein in einem seiner Elemente.

Seit beinahe vier Jahrzehnten ist der gebürtige Lilienthaler, der 1978 nach Baden kam und seit Ende der 1990er Jahre gemeinsam mit seiner Ehefrau Edith am Heimstättenweg lebt, beständiger Inselgast. Im alten Insulaner-Haus Siebje wird Klein ab dem 16. Juli „Juist - Motive“ zeigen. Sie sind Bestandteil eines Portfolios, das motivisch vorwiegend den norddeutschen Raum, die ostfriesischen Inseln und den Küstenbereich zeigt.

Die Landschaftsmalerei ist ein künstlerischer Arbeitsschwerpunkt von Günther Klein. Andere Betätigungsfelder zum Beispiel sind Mischtechniken/Collage-Arbeiten, Szenen von der Galopprennbahn, die mit Öl auf Leinwand gebracht wurden, dreidimensionale Objektarbeiten, kleine „Papiertheater“ aus Naturmaterialien wie Papier, Pappe, Muscheln und Bast oder „Schwemmholz-Objekte“, die je nach Art handlich oder bis zu zwei Meter groß geraten.

Professionelle Laufbahn begann vor 30 Jahren

Dass Günther Klein außerdem ein Selbstporträtist ist („Seltener!“) zeugt von seiner künstlerischen Bandbreite.

Die Entscheidung, nach einer beruflichen Tätigkeit im grafischen Gewerbe sich hauptberuflich als freischaffender Künstler zu betätigen, traf Klein vor mehr als 30 Jahren. Künstlerisch ausgebildet von Curt Wittenbecher und Rudolf Gwiasda unternahm er Studienreisen ins europäische Ausland, aber auch nach Ägypten.

In den zurückliegenden 50 Jahren hat Günther Klein seine Bilder und Objekte auf mehr als 200 Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Klein nahm an internationalen Kunstmessen teil und weiß seine Werke im privaten und öffentlichen Besitz.

Für die Zusammenarbeit mit einem Galeristen hat er sich jedoch nie erwärmen können: „Ich habe lieber alles selbst in der Hand, als mich von einem Galeristen vertreten zu lassen. Die Vor- und Nachteile dieser Entscheidung halten sich die Waage.“

In der Monatsmitte hatte Günther Klein sein Atelier wieder einmal für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet. Die Atelier-Ausstellungen im Hause Klein sind vielen ein wichtiger Termin: „Die Resonanz war sehr gut“, sagt Klein, der bislang unveröffentlichte Arbeiten zeigte. Die beiden Tage standen unter dem Motto „Kunst und Garten“.

Folglich bat das Ehepaar Klein seine Gäste nach der Kunst zu einem Gartenrundgang. Dabei konnten einige neue interessante Rosen genauer in Augenschein genommen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Nordkorea droht mit Wasserstoffbomben-Explosion

Nordkorea droht mit Wasserstoffbomben-Explosion

Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens

Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens

Kymco AK 550i: Impressionen vom "ersten digitalen Roller"

Kymco AK 550i: Impressionen vom "ersten digitalen Roller"

Im WhatsApp-Chat mit Nils Petersen und Aleksandar Ignjovski

Im WhatsApp-Chat mit Nils Petersen und Aleksandar Ignjovski

Meistgelesene Artikel

Lutz Spendig mit „KletterLetter“ in „Die Höhle der Löwen“

Lutz Spendig mit „KletterLetter“ in „Die Höhle der Löwen“

Thänhuser Markt verlief insgesamt friedlich

Thänhuser Markt verlief insgesamt friedlich

Thänhuser Markt: Drei Tage Ausnahmezustand

Thänhuser Markt: Drei Tage Ausnahmezustand

Die Rente mit 70... will keiner der Bewerber

Die Rente mit 70... will keiner der Bewerber

Kommentare