Nabu stellt Infotafeln mit Erklärungen zum Biotop im Stadtwald auf

Heimat für Kröten & Co.

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Infotafeln erklären den Besuchern entlang des Naturerlebnispfads die Flora und Fauna. Nun auch am renaturierten Biotop.

Achim – Der Naturerlebnispfad im Stadtwald ist um einen weiteren Informationspunkt reicher: Zwischen dem Insektenhotel und der Fledermausstation finden Besucher jetzt nicht nur das im vergangenen Herbst renaturierte Feuchtbiotop, sondern auch an beiden Zuwegungen Schilder mit Erklärungen zu diesem Lebensraum.

Vor sieben Jahren war der Naturerlebnispfad durch den Stadtwald auf Initiative des Naturschutzbunds (Nabu) entstanden. Das Feuchtbiotop besteht laut Joachim Schweers vom Nabu Achim seit vielen Jahren, auch schon zu Zeiten, als die Bundeswehr noch im Stadtwald aktiv war. „Es gibt einen Brief, in dem der Nabu darum bittet, dass die Soldaten diesen geschützten Bereich nicht mehr betreten oder dort durchfahren“, sagt Schweers. Die Bundeswehr hielt sich daran, und Jahrzehnte blieb das Gebiet sich selbst überlassen.

Im vergangenen November richtete die Achimer Nabu-Gruppe das Biotop wieder her. „Es war komplett zugewachsen und verlandet. Es hat seinen Zweck nicht mehr erfüllt. Mit dem Bagger haben wir den Bewuchs herausgenommen, damit es sukzessive wieder zuwachsen kann.“ Allerdings fehlten bis jetzt noch die erklärenden Informationen für die Besucher. Vor wenigen Tagen haben nun Nabu-Mitglieder die Tafeln aufgestellt, die im gleichen Stil der bereits vorhandenen Stationen des Naturerlebnispfads die besondere Situation der Fauna und Flora des Feuchtbitops darstellen. Die Beschaffung der Schilder wurde laut Schweers durch eine Spende der Achimer Niederlassung der Coca-Cola European Partners sowie eine finanzielle Beteiligung der Stadt Achim möglich.

Das etwa 30 bis 40 Quadratmeter große Feuchtgebiet, das der Landkreis offiziell als Biotop einstuft, dient vor allem schützenswerten Kröten zum Laichen. Zwar gibt es im benachbarten Wohngebiet einen Feuerlöschteich, den die Amphibien ebenfalls gerne nutzen. Das allerdings sehen die Nabu-Mitglieder nicht so gerne. „Wir finden es besser, wenn die Kröten im Wald bleiben und nicht über die Straße müssen. Mal sehen, ob sie sich daran halten“, sagt Schweers.

Um die Tiere nicht zu stören, bitten er und seine Mitstreiter die Besucher, diesen Bereich des Stadtwalds aus Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt möglichst nicht zu betreten. „Müll, Totholz und andere Störungen schaden diesem wertvollen Gewässer und seinen Bewohnern“, so der Naturschützer. Deshalb sollten dort auch Hunde weder frei laufen noch ein erfrischendes Bad im Teich nehmen.

Ganz abgeschlossen ist das Projekt Feuchtbiotop aber auch mit dem Aufstellen der Schilder nicht. „Wir verhandeln zurzeit mit der Stadt, ob wir an den beiden Zugängen große Baumstämme hinlegen, damit die Besucher nicht zu nah an das Gewässer gehen“, sagt Schweers.

Von Sandra Bischoff

Wir finden es besser, wenn die Kröten im Wald bleiben und nicht über die Straße müssen. Mal sehen, ob sie sich daran halten.

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