Einzigartige Sammlung informiert über die Geschichte alter Wohn- und Geschäftshäuser

Häuserkatalog spiegelt Stadtentwicklung

Die Datenblätter beschreiben die Häuser mit ihrer ursprünglichen Verwendung, ihren Eigentümern. Fotos, wenn vorhanden, erinnern an Gebäude, die einer Umnutzung weichen mussten. Fotos: Schmidt

Achim - Von Ingo Schmidt. Wer hat wann in welchem Haus gelebt und wie wurden die Gebäude über die Jahrhunderte genutzt? Solche Fragen über alte Achimer Häuser und Hofstellen bis zum Jahre 1946 beantwortet ein neues Kompendium, das Klaus Ulrich und Ulrich Budler gemeinsam zusammengestellt und jetzt veröffentlicht haben. Unter dem Titel „Achimer Häuserliste – bis etwa 1946“ präsentiert das Buch auf 438 Seiten teils bebilderte Achimer Baugeschichte.

„Angefangen beim alten Amtshaus aus dem Jahre 1630 bis nach Kriegsende haben wir 831 Häuser aufgelistet“, beschreibt Autor Ulrich Budler das umfangreiche Nachschlagewerk. Ein Register, in dem die Gebäude nach alten und neuen Hausnummern von 1 bis 831 aufgelistet sind, führt die Betrachter zum jeweiligen Datenblatt. Dort finden Heimatinteressierte ein historisches oder auch aktuelles Foto, wenn vorhanden, sowie Informationen über Baujahr, Eigentümer und Bewohner der Häuser in chronologischer Folge. Auch Umbau, Ausbau oder eine geänderte Verwendung nach beispielsweise Geschäftsaufgabe und -übernahme sind dort vermerkt.

Grundlage der Sammlung bilden Aufzeichnungen von Co-Autor Klaus Ulrich, der um 1990 damit angefangen hatte, eigene Erinnerungen und die anderer Achimer Bürger über Häuser und ihre Bewohner aufzuschreiben: Wer hat wo gewohnt und wen geheiratet, oder wer ist wann verstorben – all diese Informationen beschäftigen den ehemaligen Achimer Sparkassenangestellten seit Jahrzehnten aus heimatkundlichem Interesse. Fehlendes Wissen ergänzten die beiden Aktiven des Heimatvereins in den vergangenen drei Jahren durch Recherche mittels Zeitungsartikeln oder Akten des Verdener Bauarchivs.

Das Buch sei für all diejenigen Bewohner und Besucher interessant, die durch die Innenstadt gehen und sich fragen, was beispielsweise in dem Haus mit dem Bekleidungsgeschäft Enterprise einmal war. „Oder wer wissen möchte, woher die Herbergstraße ihren Namen hat“, beschreibt der pensionierte Realschullehrer Budler den besonderen Nutzen.

Nach insgesamt 13 Veröffentlichungen über Achimer Hofstellen oder etwa die Embser Wassermühle, ist dieses Buch ein weiterer Meilenstein Achimer Geschichtsdokumentation. Ihn interessiere die Forschung und Heimatkunde, so Budler. Neue Pläne hat der gebürtige Bremerhavener bereits: Sein nächstes Buch wird die Geschichte des Rittergutes Mandelsloh/Borstel ergründen.

Das aktuelle Werk „Achimer Häuserliste“ können Interessierte im Bücherwurm für zwölf Euro erstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Rückkehr nach Mallorca - ein Erfahrungsbericht

Rückkehr nach Mallorca - ein Erfahrungsbericht

Schöne Picknick-Plätze in Deutschland

Schöne Picknick-Plätze in Deutschland

Wie man Backups und Datenumzüge meistert

Wie man Backups und Datenumzüge meistert

Mit der App auf Motorrad-Tour

Mit der App auf Motorrad-Tour

Meistgelesene Artikel

Koks und Gras machen ihnen großen Spaß

Koks und Gras machen ihnen großen Spaß

Sogar Tennis-Ikone Rittner verstummte

Sogar Tennis-Ikone Rittner verstummte

Die duftende Königin

Die duftende Königin

Kampf um gleiche Rechte im Verein

Kampf um gleiche Rechte im Verein

Kommentare