Freie Flächen an Strohstiege sollen bebaut werden

Hängepartie hat nach sechs Jahren ein Ende

Der Entwurf für den B-Plan Strohstiege. Grafik: Stadt
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Der Entwurf für den B-Plan Strohstiege. Grafik: Stadt

Achim-Uphusen – Nach langer Hängepartie sollen nun doch im Eck Strohstiege / Uphuser Heerstraße Lücken bebaut werden. In die Bauleitplanung will die Stadt, wie von der SPD gefordert, auch die Holperstrecke Alte Schlengen mit einbeziehen. Der Verwaltungsausschuss (VA) habe dafür am Donnerstagabend grünes Licht gegeben, teilte Bürgermeister Rainer Ditzfeld am Freitag mit.

„Der Bau von neuen Häusern an der Strohstiege wird zu mehr Verkehr führen, der über den vorhandenen Schotterweg Alte Schlengen schwierig abzuwickeln sein würde“, hatte Steffen Zorn, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses den Standpunkt der Verwaltung dargelegt.

Damit wird ein sechs Jahre altes Vorhaben wiederbelebt. Auf Betreiben von Eigentümern, die auf freien Flächen an der Strohstiege / Uphuser Heerstraße 72 mehrere Wohnhäuser errichten wollten, hatte der VA bereits im November 2015 den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. Doch aus unterschiedlichen Gründen ging nichts voran. „Zuletzt ruhte das Verfahren, da mit den Grundstückseigentümern keine Einigkeit über die Erschließung sowie die damit verbundene Kostenaufteilung erzielt werden konnte“, heißt es in einer Sitzungsvorlage der Verwaltung. Seit Ende 2020 gebe es jedoch eine „neue Konstellation“ bei den privaten Investoren.

Deshalb erarbeite die Stadt nun einen B-Planentwurf und verhandele parallel einen Erschließungsvertrag mit den Eigentümern. Im Vergleich zu 2015 stehen weitere Grundstücke für das Projekt zur Verfügung. „Auf dem Grundstück Uphuser Heerstraße 72 könnten demnach Baurechte für zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zwölf Wohneinheiten geschaffen werden“, erläutert Stadtplaner Andreas Graefe. Im rückwärtigen Bereich sind neun Einfamilienhäuser vorgesehen. Mindestens vier Wohneinheiten sollen nach den Richtlinien des öffentlich geförderten Wohnungsbaus entstehen und damit auch für Leute mit schmalem Geldbeutel erschwinglich sein. Die mit dem Bauleitplanverfahren und der Erschließung verbundenen Kosten haben der Stadt zufolge die privaten Investoren zu tragen.

Die Zuwegung zu den Mehrfamilienhäusern soll über die Uphuser Heerstraße erfolgen und allein Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sein, während die rückwärtigen Neubauten über Alte Schlengen und Strohstiege angebunden werden. Für Müllwagen wird ein Wendehammer angelegt. Auf Nachfrage von Herfried Meyer (SPD), ob es denn eine Lösung für das Entwässerungsproblem in dem Gebiet gebe, erklärte Steffen Zorn, dass das öffentliche Oberflächenwasser dezentral über Mulden beseitigt werden soll.

Gemäß dem Ziel des Rates, Neubaugebiete an klimafreundliche Nahwärmenetze anzuschließen, hat die Stadt nach eigenen Angaben den Hauptinvestor aufgefordert, ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Um die Elektromobilität zu fördern, regt die Verwaltung an, für Stellplätze in dem Viertel eine „Wallbox“ zu installieren und diese mit Strom aus Fotovoltaikanlagen zu füttern.

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