Umstellung bei Kunden im gesamten Netzbereich der Stadtwerke Achim

Von L- auf H-Gas: Start ab Mai

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Guido Dubielzig, Projektleiter beim Unternehmen ESK GmbH, Werner Meinken, kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Achim, Nils Sprave, Teamleiter der Firma Gatter 3, Stadtwerke-Vorstandssprecher Sven Feht und Christian Müller Bereichsleiter Technik bei den Stadtwerken (von links nach rechts) informierten über das Gasnetz- Umstellungs-Prozedere.

Achim - Die Stadtwerke Achim werden im Oktober 2017 die Versorgung ihrer an das Gasnetz angeschlossenen Gewerbe-, Industrie- und Privatkunden von L- auf H-Gas umstellen. Die Versorgung mit L-Gas nämlich beruht auf heimischen und holländischen Quellen, deren Fördermengen zurückgehen.

„Da der Großteil der Weltgasreserven ohnehin aus H-Gas besteht, schaffen wir mit der Umstellung eine langfristige und dauerhafte Versorgungssicherheit“, erklärte jetzt im Pressegespräch Stadtwerke-Vorstandssprecher Sven Feht.

Das H-Gas sei vom Brennwert her mit plus 20 Prozent so anders, dass in der Konsequenz alle im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Achim liegenden Gasgeräte von L auf H angepasst werden müssten.

Nur bei sehr alten, also etwa vor 30 oder 40 Jahren produzierten Geräten, für die es keine Ersatzteile mehr gibt oder bei denen aktuelle Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden können, ist eine solche Anpassung nicht möglich.

Mit dieser Aufgabe wurden von den Stadtwerken die Firmen ESK und Gatter 3 Technik aus Dortmund sowie die Firma Runkel aus Wuppertal beauftragt.

Diese Unternehmen erledigen alle zur Anpassung notwendigen Arbeiten nicht nur in Achim, sondern auch in den Gemeinden Oyten, Ottersberg und Langwedel, informierte Christian Müller, der Bereichsleiter technische Anlagen bei den Stadtwerken.

Das Umstellen beginnt mit der Erhebung vor Ort bei jedem Gasanschlussnehmer in der Zeit von Anfang Mai bis voraussichtlich Dezember. Dazu wird die Firma ESK nach Terminvereinbarung alle Gasgeräte abnehmen. Das ist notwendig, um später reibungslos umstellen zu können. Betroffen seien etwa 17 800 Kunden mit ungefähr 22 000 Geräten, erläuterte Müller weiter.

Anschließend, voraussichtlich zwischen März und Dezember 2017, werden ESK-Mitarbeiter die Anschlussnehmer abermals aufsuchen und die Geräte auf das neue H-Gas umstellen. Eine Qualitätskontrolle der Arbeiten übernimmt an zehn Prozent aller Geräte die Firma Runkel. Das sei Vorschrift und diene dem Nachweis der zuverlässigen Arbeit, so Christian Müller.

Die Monteure von ESK und Runkel arbeiten im Auftrag der Stadtwerke Achim und müssen sich vor Ort ausweisen können. Die Einsatzfahrzeuge sind mit „Stadtwerke Achim“ gekennzeichnet, und die Monteure haben einen Lichtbildausweis der Stadtwerke Achim. Außerdem erhalten die Kunden eine PIN, die auch der jeweilige Monteur kennen muss.

Die regionalen Installationsunternehmen und Schornsteinfeger sind ebenso wie die Polizei über das gesamte Umstellungsvorhaben informiert. Trickbetrügereien sind bei all diesen Absicherungen also kaum noch möglich. Letztendlich wird im Zweifelsfall ein Rückruf bei den Stadtwerken Achim unter Telefon 0800 - 66 46 90 72 empfohlen.

Kosten kommen auf Anschlussnehmer laut Stadtwerke-Information grundsätzlich nicht zu. Die anfallenden Ausgaben werden über ein Umlageverfahren auf alle Gaskunden in Deutschland verteilt.

Auch der Preis des Gases bleibe konstant, da die Stadtwerke den Energiegehalt gegenüber ihren Kunden abrechnen. Das ergebe in Kilowattstunden dann den gleichen Preis, verspricht Vorstandssprecher Sven Feht.

Die Stadtwerke bittet ihre Kunden um Unterstützung der beauftragten Fachfirmen, damit alles glatt abläuft.

Weitere Informationen zum Wechsel von L- auf H-Gas gibt es auf der Homepage www..stadtwerke-achim.de oder beim „Erdgasbüro“ unter der kostenlosen Rufnummer 0800 - 66 46 90 72.

hem

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