Coronafall an der Schule

Gymnasium am Markt in Achim: Alle Abstriche gemacht

Das Gymnasium am Markt in Achim.
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Fast ein Viertel der Gamma-Schülerschaft wartet in Quarantäne auf die Corona-Testergebnisse.

„Alles Gute uns allen!“ Der Wunsch begrüßt die Besucher der Internetseite des Achimer Gamma gleich nach dem Hinweis auf das Thema Corona. Nach einer Infektion im Kollegium warten 145 Schüler und ihre Lehrer auf das Ergebnis der Abstriche.

  • Eine Lehrkraft des Gymnasiums am Markt wurde positiv auf das Corona-Virus getestet.
  • Alle Kontaktpersonen konnten noch am Sonntag informiert werden.
  • Beteiligte müssen in die Quarantäne, bis die Ergebnisse da sind.

Achim – Wie nach dem Corona-Ausbruch in einem Oytener Pflegeheim, war am Freitagabend schnelles Handeln gefordert, als die Bestätigung eintraf. Eine Lehrkraft des Gymnasiums am Markt, das Gamma in Achim, war positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Wieder ging es darum, die weitere Ausbreitung der Infektion einzudämmen. Im Gesundheitsamt blieben die Lichter an und die Telefondrähte liefen heiß, als die Mitarbeiter hinter den Infektionsketten hertelefonierten.

SchuleGymnasium Am Markt
StandortAchim
LeitungDirk Stelling
Schüler 670

Die Bedingungen an der Schule sind für die Arbeit des Fachdienstes der Kreisverwaltung indes ganz andere als seinerzeit im Oytener Seniorenheim. Durch die Bildung von Kohorten in der Schülerschaft hatte die Schulleitung nach dem Ende der Ferien bereits Schülergruppen voneinander getrennt gehalten.

Das verringerte schon einmal die Möglichkeiten zur Ansteckung. Auch zeitlich erleichterte den behördlichen Telefonermittlern der Umstand ihre Arbeit, dass die erkrankte Lehrkraft in Bremen lebt und bereits seit einer Woche nicht mehr in der Schule war.

Alle Kontaktpersonen informiert

„Noch am Samstag konnten nahezu alle Kontaktpersonen der infizierten Lehrkraft informiert werden“, berichtete Landkreis-Sprecher Ulf Neumann denn auch noch am Sonntagabend. Betroffen seien 145 Schülerinnen und Schüler aus vier Klassen und vier Oberstufenkursen. Sie seien vorsorglich bis Freitag in Quarantäne. Das entspreche den üblichen 14 Tagen nach dem Termin einer möglichen Ansteckung. Am 4. September sei die Lehrkraft zuletzt im Gamma gewesen, berichtete Neumann.

„Die Quarantäne gilt zumindest, bis das Testergebnis vorliegt“, erklärte der Sprecher. Bereits am Sonntag habe das Gesundheitsamt begonnen, Abstriche zu nehmen und zur Auswertung nach Hannover zu schaffen. Wie der Landkreis gestern am frühen Abend meldete, habe nur einer der 119 Tests nach der Untersuchung im Landesgesundheitsamt in Hannover ein positives Ergebnis gehabt. „Dieses Ergebnis stimmt uns verhalten optimistisch, noch aber bleiben die weiteren Laborergebnisse abzuwarten“, so Landrat Peter Bohlmann in einer ersten Bewertung. Gestern wurden im Laufe des Tages die restlichen 90 Tests gemacht.

Wie am Anfang der Pandemie, als am Kreishaus das Testzentrum eingerichtet wurde, würden auch die Abstriche von den Kontaktpersonen jetzt an einer zentralen Stelle genommen. Das habe praktische Gründe. Die Mitarbeiter führen die Tests in Vollschutz unter sicheren hygienischen Bedingungen durch. Da sei ein anderes Verfahren, etwa Besuche in der Wohnung, zu umständlich.

„Wenn die Abstriche im Labor sind, dauert es dann so 12 bis 14 Stunden, bis die Ergebnisse bei uns auf dem Fax eintreffen“, erläuterte der Sprecher das Verfahren. Und weil da jedes Testergebnis einzeln im Gesundheitsamt ankomme, mussten die auch erst zusammengetragen und ausgewertet werden.

Vollständiges Ergebnis kommt am Dienstag

Die ersten Ergebnisse erwartete Neumann bis zum gestrigen Abend. Komplett werde das Ergebnis aber erst Dienstag sein. „Je nachdem, wie das ausfällt, wird es eine neue Beurteilung der Lage geben“, sagte Neumann. Am Mittwoch sei dann mit den daraus folgenden Entscheidungen zu rechnen.

Der Schulbetrieb am Gamma lief gestern weitgehend normal. So hatten es Träger Landkreis und Schulleitung angestrebt. Nur die 145 Schülerinnen und Schüler, immerhin fast ein Viertel der Schülerschaft, und ihre Lehrkräfte fehlten.

Von Ronald Klee

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