Gutachter: Belastung der Uphuser Dorfstraße bleibt unter zulässigem Limit

Aufteilung der Verkehrsströme angeregt

Informierten im Kasch über die Planungen zum Seniorenpark-Projekt östlich der Uphuser Dorfstraße: Stadtplanerin Christa Meiering, ihre Kollegin Karen Lehrknecht (r.) und Verkehrsgutachter Ralf Losert aus Hannover (sitzend).
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Informierten im Kasch über die Planungen zum Seniorenpark-Projekt östlich der Uphuser Dorfstraße: Stadtplanerin Christa Meiering, ihre Kollegin Karen Lehrknecht (r.) und Verkehrsgutachter Ralf Losert aus Hannover (sitzend).

Achim – Zusätzliches Verkehrsaufkommen an der Uphuser Dorfstraße sei vor allem durch „Bring-und Abholfahrten“ wegen der dortigen neuen Kindertagesstätte sowie durch das langfristig angestrebte Neubaugebiet auf der noch freien Fläche hinter dem Seniorenwohnpark-Gelände zu erwarten – nicht aber aus diesem Wohnpark selbst. Das hob Diplomingenieur und Verkehrsgutachter Rolf Losert von Büro PGT aus Hannover auf der Infoveranstaltung im Kasch hervor.

Es war ein Ergebnis seiner Untersuchungen auf Grundlage örtlicher Verkehrszählungen.

Ältere Menschen, die Angebote betreuten Wohnens wahrnehmen, seien längst nicht so mobil wie die übrige Bevölkerung, und auch Besuchsverkehr halte sich meist in Grenzen, erläuterte Losert. Doch selbst durch die An- und Abfahrten wegen der Kita würden Verkehrszahlen-Limits, wie sie für Wohn- und Sammelstraßen wie die Uphuser Dorfstraße gelten, nicht erreicht. Der Verkehrsexperte wies auch darauf hin, dass es weniger Konflikte wegen Belastungen und Staus gebe, wenn die Geschwindigkeit angemessen geregelt sei – etwa durch eine Tempo-30-Grenze. „Wir können doch nicht für 1000 tägliche Fahrten eine neue Straße bauen, um eine andere zu entlasten“, so Losert.

Auch wenn das künftige zweite Hilgenberg-Wohngebiet noch nicht aktuell sei, führe letztlich kein Weg daran vorbei, die Dorfstraße durch Weiterleiten von Verkehr über verschiedene andere Straßenzüge in Richtung Achim zu entlasten, fand der frühere Uphuser Ortsausschussvorsitzende Hans-Jürgen Wächter. Das könne etwa durch Anbindung zur Straße Am Weserberg geschehen, wo die Einmündung beim Netto-Markt an er Heerstraße ohnehin ausgebaut werde.

Anwohner hatten darüber geklagt, dass die Dorfstraße jetzt schon durch Autos und auch schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge sehr strapaziert werde, was durch den Kita-Betrieb sicher noch zunehme. Auch von oft zugeparkten Straßenrändern war die Rede. Ohne Verbotsschilder werde es bald nicht mehr gehen, sah Wächter voraus.

Stadtplanerin Karen Lehrknecht machte geltend, dass direkt auf dem Kita-Gelände neun Stellplätze vorgesehen seien, um die Lage etwas zu entspannen. Als sie darauf hinwies, dass es auch am Klinkdamm gute Parkmöglichkeiten gebe, gab es jedoch empörte Reaktionen. Beruhigend wirkte dagegen die Information, dass Anlieger von Wohn- und Sammelstraßen nicht an Kosten für Reparaturen beteiligt würden. Das werde vielmehr über den städtischen Haushalt geregelt.

Eine erhebliche Entlastung des gesamten Ortsteils erwartet Verkehrsgutachter Losert aufgrund seiner Berechnungen durch einen neuen Autobahnanschluss Achim-West. Das könnte aber bekanntlich noch sehr lange dauern, und darauf dürfe man sich nicht verlassen, fand auch Wächter. Als kleinere Möglichkeit zur Verringerung des motorisierten Kita-Verkehrs plädierte er erneut für eine solide Geh- und Radweg-Verbindung zum bestehenden neuen Wohngebiet ganz in der Nähe.

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