Zur Grundsteinlegung am Samstag ist die gesamte Bevölkerung eingeladen

Werbung für Achims Moschee auch im türkischen Fernsehen

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So ähnlich könnte es in drei Jahren an der Hasseler Straße aussehen, verspricht der Architekt.

Achim - Die Anfänge des Fundaments sind schon zu sehen, am Samstag dieser Woche ab 12 Uhr wird feierlich der Grundstein gelegt für die neue Achimer Ravza-Moschee an der Hasseler Straße in Achim-Nord. Zu dieser Feier lädt der Kulturverein Achimer Muslime (Kamu) alle Menschen aller Konfessionen herzlich ein.

Er wird mit seinen derzeit 116 Mitgliedern in geschätzten drei Jahren einen imposanten Bau am Rande von Achim in der Nähe zur Autobahn 27 erstellen, der wohl niemanden stören dürfte und bisher auch ohne Widerspruch und Gegenstimmen durch alle politischen Gremien in Achim gegangen ist.

Das von 1600 auf 920 Quadratmeter reduzierte und ohne Einschränkung genehmigte Baukonzept sieht im Erdgeschoss einen Gebetsraum von 220 Quadratmetern, 100 Quadratmeter Teestube, 84 Quadratmeter Jugendraum und im Obergeschoss einen Gebetsraum für Frauen von 105 Quadratmetern, weitere Hobby-, Aufenthalts- und Waschräume für Frauen von 67 Quadratmetern sowie drei Unterrichtsräume plus Lehrerzimmer vor. Im Obergeschoss befindet sich eine 120 Quadratmeter große Wohnung.

Während der Beratungen in den Achimer Ratsgremien hatte der Kulturverein Achimer Muslime (Kamu) auf einen großen, publikumsträchtigen Festsaal mit Nebenräumen verzichtet. Die Moschee soll ein 17 Meter hohes Minarett bekommen. Ein Muezzin wird nicht zu hören sein.

Das 8000 Quadratmeter große Grundstück bietet für spätere Zeiten noch zusätzliche Erweiterungsfläche.

Wie Rakip Erdinc, Ilhami Yoldas und Ismail Kahraman gestern im Pressegespräch mitteilten, schätzen sie den Finanzierungsbedarf für das Gotteshaus mit Gemeindezentrum auf rund eine Million Euro, wovon alleine 700 000 Euro für den Rohbau ausgegeben werden.

Das wäre nicht möglich, wenn die Muslime nicht sehr viel in Eigenleistung erbringen würden und nicht in hohem Maße Spenden bekämen, Sachspenden wie zum Beispiel eine Kanzel, kleinen und großen Geldbeträgen.

In einem türkischen Privatsender läuft eine kleine Werbung für die Achimer Moschee, und sie bringt beachtliche Spenden. Auch außerhalb der Region Achim gibt es großzügige Spender, die zum Teil auch einer anderen Konfession angehören.

Auch der Verkaufspreis für die bisherige Moschee an der Feldstraße fließt in das Projekt ein. Ein Kamu-Mitglied hat das Haus gekauft und lässt es die Achimer Muslime bis zur Fertigstellung der neuen Moschee für ihre Religionsausübung nutzen.

Bauherr der neuen Ravza-Moschee ist formal die Europäische Moscheebau und Unterstützungsgemeinschaft (Emug), sozusagen die Immobilienfirma der umstrittenen und vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation Milli-Görüs.

Der Kulturverein Achimer Muslime versichert jedoch schon seit Jahren glaubhaft, dass man von der Organisation unabhängig sei und mit deren allzu dogmatischen beziehungsweise undemokratischen Vorstellungen nicht übereinstimmt. Allerdings betet man auch in Moscheen von Milli Görüs, bekommt dort auch Spenden, werde darüber hinaus aber nicht von der Organisation subventioniert.

Die meisten Achimer Muslime haben sich jedenfalls privat und geschäftlich längst in Achim bestens integriert und hoffen, dass dies auch bei der Grundsteinlegung am Samstag zum Ausdruck kommt.

Nach Worten aus dem Koran werden der Vorsitzende Rakip Erdinc, Bürgermeister Rainer Ditzfeld und ein Vertreter des türkischen Konsulats festliche Worte an die Besucher richten, um dann bei der Grundsteinlegung auch ihr handwerkliches Talent zu beweisen.

Alle Menschen in Achim und Umgebung sind eingeladen zum Festakt, zum anschließenden unterhaltsamen Zusammensein bei Tee, Kuchen, gefüllten Weinblättern und anderen Spezialitäten.

Der Kulturverein Achimer Muslime informiert darüber hinaus gerne über sich, das Gemeindeleben und die neue Moschee.

mb

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