Jubiläumsfeier und Kreisfeuerwehrtag 

Zwei Großereignisse bei der Feuerwehr Embsen geplant

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Gewählte und beförderte Kameraden sowie der geehrte Heinrich Bischoff, Ortsbrandmeister Daniel von Salzen und Gäste (Bürgermeister Rainer Ditzfeld, Mitte, Ehrenstadtbrandmeister Olaf Dykau, 2. von rechts, und Feuerwehrausschussvorsitzende Annameta Rippich, r.).

Embsen – Im Zeichen des 100-jährigen Bestehens und einer bemerkenswerten Ehrung für 60 Jahre Tätigkeit im Feuerlöschwesen stand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Embsen. Das schreibt Ortsbrandmeister Daniel von Salzen in einer Pressemitteilung. Neben 35 Kameraden der Ortsfeuerwehr begrüßte der Ortsbrandmeister zahlreiche Gäste: Bürgermeister Rainer Ditzfeld, Feuerwehrausschussvorsitzende Annameta Rippich, Doreen Fehling, Mitglied und Ortsvorsteherin, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Cord Mindermann, den Ehrenstadtbrandmeister Olaf Dykau sowie die stellvertretenden Stadtbrandmeister Klaus Mindermann und Hans Hoffmann.

Der Ortsbrandmeister begann seinen Bericht mit einem Rückblick von 1920, dem Jahr der Gründung der Ortsfeuerwehr Embsen, bis 2020, wenn die Wehr ihre 100-Jahr-Feier begeht. „Dieses freudige Ereignis wird das Jahr der Ortsfeuerwehr maßgeblich beeinflussen“, so von Salzen. Neben dem traditionellen Osterfeuer richtet die Ortsfeuerwehr Embsen die Jubiläumsfeier am 28. August und den Kreisfeuerwehrtag am 30. August in Embsen aus. „Großereignisse, die allen Kameraden viel Planung und Engagement abverlangen werden“, stellte von Salzen fest. Zudem sei die Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges (LF) 10 für 2021 vorzubereiten.

Nach den hohen Einsatzzahlen der vergangenen Jahre blickt die Ortsfeuerwehr auf vier Brandeinsätze im Jahr 2019 zurück, davon nur zwei Flächenbrände im eigenen Ortsteil. Die weiteren Einsätze übernahmen die Brandschützer aus Embsen, um die Ortsfeuerwehr Achim zu unterstützen. Einsätze zur Hilfeleistung gab es nicht.

Insgesamt 35 aktive Kameraden verrichten wöchentlich (montags um 20 Uhr) im Feuerwehrhaus ihren Dienst. „Durch die beruflichen Pflichten ist aber auch in Embsen die Tagesalarmstärke geschwächt“, betonte von Salzen. Alleine vier Kameraden seien berufsbedingt beurlaubt. Es bestehe akuter Handlungsbedarf in der Mitgliederwerbung, um das momentane Durchschnittsalter von 38,68 Jahren weiter zu senken und die Ortsfeuerwehr zukunftsorientiert aufzustellen. Bei der Besetzung von Ämtern und Aufgaben komme „in einer kleinen Ortsfeuerwehr wie Embsen kaum einer ohne Posten weg“. Wer Interesse an der Feuerwehrarbeit hat, ist laut von Salzen zu den Dienstabenden willkommen.

Stadtbrandmeister Frank Boblat ließ übermitteln, dass er die Gründung einer Kinder- oder Jugendfeuerwehr unterstützt: „Die Kinder und Jugendlichen sind die Zukunft der Feuerwehr, und das nicht nur in Embsen.“

Bei den Wahlen wurde unter anderem über den stellvertretenden Ortsbrandmeister abgestimmt und Thomas Bodnar mit einem beeindruckenden einstimmigen Ergebnis für weitere sechs Jahre gewählt.

Eine besondere Ehrung erfuhr Brandmeister Heinrich Bischoff für seine 60-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr. Nach eigener Aussage hatte Bischoff zunächst gar nicht vor, zur Feuerwehr zu gehen. Als Nachbar eines verstorbenen Feuerwehrmanns bekam er vom damaligen Zugführer Paul Schmidt die Jacke des Verstorbenen mit den Worten: „Das ist jetzt deine, komm man Montag mal her!“ Das war der Beginn der Ära Bischoff. Heinrich Bischoff kam 1960 in die Feuerwehr Embsen und begann früh mit der Ausbildung bis hin zum Zugführer. Das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters füllte er von 1975 bis 1998 aus. Er folgte auf den in die Altersabteilung verabschiedeten Heinz-Hermann Barning. In den letzten fünf Jahren, bis zu seinem eigenen Übertritt in die Altersabteilung 2002 war er sogar zum Ortsbrandmeister aufgerückt. Insgesamt waren das 27 Jahre Führung in Embsen. Dafür sprachen alle Anwesenden die besten Wünsche und großen Dank aus.

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