Inklusives sportliches Event wächst

I-Run Achim zieht Laufwillige in den Uesener Gewerbepark

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Beim „Hol’ Ab“-Lauf setzten sich Menschen und Hunde teilweise gemeinsam in Bewegung.

Achim - Von Bernd Hägermann. Große Klappe und schnelle Beine: Werner Momsen, von Detlef Wutschik bevormundete Kult-Puppe, hatte das eine, die rund 500 Teilnehmer des fünften „I-Run-Achim“ hatten das andere.

Momsen und Läufer aller Altersklassen machten am Sonntag im Gewerbegebiet Uesen wieder einmal gemeinsame Sache. Während Momsen in gewohnter Weise die Läufer motivierte und dabei gelegentlich kalauerte, kämpften die Sportler und Sportlerinnen auf einer Rundstrecke von 2,5 Kilometern um Platzierungen und persönliche Bestzeiten. Beides hatte den selben Wert.

Durch Lauftraining abgenommen: Andreas Grätsch ging beim 5-km-Lauf an den Start. Seine Frau Yvonne feuerte ihn an.

Organisiert wurde der Inklusions-Lauf für Menschen mit und ohne Behinderung, nun bereits im fünften Jahr, von der Stiftung Waldheim in Kooperation mit drei Sportvereinen: dem TSV Achim, dem TV Baden und dem TSV Uesen.

Hauptverantwortlich war Heiko Bergmann von der Waldheim Beratungs- und Begegnungsstätte (Wabe): „Unser großes Plus ist die große Anzahl freiwilliger Helfer. Und von Jahr zu Jahr werden es mehr“, freute sich Bergmann, der schon bald selber am ganz großen Läuferrad drehen wird. Er hat für den New-York-Marathon gemeldet. Der gilt als Mekka der Langstreckenläufer und findet statt am 5. November.

Puppenspieler Detlef Wutschik brachte das Publikum zum Lachen. Bürgermeister Rainer Ditzfeld betätigte sich als Co-Moderator.

Als Schirmherr des I-Run Achim fungierte Bürgermeister Rainer Ditzfeld, der nicht nur das erste Rennen startete, sondern es auch gemeinsam mit Momsen kommentierte.

Einer der Läufer, die sich auf die 5-km-Strecke begaben, war Andreas Grätsch. Dessen läuferische Karriere ist noch vergleichsweise kurz. Der 38-jähre hatte erst vergangenen Oktober damit begonnen, etwas für seine Fitness zu tun: „Ich wollte abnehmen“, verriet Grätsch. Das ist ihm gelungen. Zehn Kilogramm hat er seit Beginn seines Lauftrainings verloren. Für den I-Run hatte er ein persönliches Ziel: „Ich will unter 26 Minuten bleiben.“ Nach der ersten Runde, der eine schwierigere zweite folgte, lag er gut im Zeitplan und in der Mitte des Feldes. Als Andreas Grätsch zum ersten Mal das Ziel passierte, stand am Straßenrand seine Ehefrau Yvonne, die ihn klatschend und rufend ermutigte.

Beim I-Run Achim ging es auch um Pokale.

Es gab bei diesem sportlichen Event aber noch viel mehr Möglichkeiten, die eigene Laufkondition mit anderen zu messen. Nach dem Eröffnungsrennen starteten die Kleinen zu ihrem Bambini-Lauf. Dessen Länge: Ein Kilometer. Das Zehnfache absolvierten die Teilnehmer des längsten Laufes. Danach gab es eine Staffel über zweimal 2,5 Kilometer. Gewinner dieses Wettbewerbs wurde das Team, das zuvor seine Laufzeit am besten geschätzt hatte. Geschwindigkeit spielte in diesem Rennen nur eine untergeordnete Rolle. Neu im I-Run-Programm war in diesem Jahr das Nordic-Walking, also schnelles Gehen mit Unterstützung von Laufstöcken. Für diese Laufkategorie hatten laut Bergmann rund 50 Teilnehmer gemeldet.

Im Rahmenprogramm dieses Inklusionslaufes glänzten verbal Momsen/Wutschik und tänzerisch die „Cheertastics“ des TV Baden. Außerdem hatten die Organisatoren mit Snacks und alkoholfreien Getränken ausreichend für das leibliche Wohl von Sportlern und Zuschauern gesorgt.

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