Im Fitnessstudio Tamado ist Training wieder möglich / Politikerin Liebetruth informiert sich

Größtmöglicher Abstand

Trainieren ist wieder möglich: Die SPD-Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth informierte sich auf ihrer „Tour der Ideen“ bei Geschäftsführer Torsten Hass, wie das Fitnessstudio Tamado die Corona-Krise bewältigt hat.
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Trainieren ist wieder möglich: Die SPD-Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth informierte sich auf ihrer „Tour der Ideen“ bei Geschäftsführer Torsten Hass, wie das Fitnessstudio Tamado die Corona-Krise bewältigt hat.
  • Sandra Bischoff
    vonSandra Bischoff
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Achim – „Die Zeit der Schließung vom 17. März bis Ende Mai hat uns sehr zu schaffen gemacht“, sagt Torsten Hass, Geschäftsführer des Fitnessstudios Tamado. Und auch jetzt sei der Zuspruch noch nicht wieder so wie vor Corona. „Wir sind noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber die Zahl der Mitglieder, die wieder trainieren, steigt kontinuierlich an“, erklärte Hass am Donnerstagnachmittag bei einem Treffen mit der Landtagsabgeordneten Dörte Liebetruth.

Die Sozialdemokratin hatte bei ihrer „Tour der Ideen“ auch einen Zwischenstopp bei Tamado an der Bremer Straße eingelegt, um von den Erfahrungen im Umgang mit der besonderen Pandemie-Situation zu hören. Sie war es auch gewesen, die den Geschäftsführer bei der Beantragung der Corona-Soforthilfe unterstützt hatte, indem sie einen Kontakt zur NBank vermittelt hatte, wie beide erklären. Außerdem habe sie Hass auch einen Ansprechpartner im Sozialministerium vermittelt, als unklar war, ob die Lockerung für Outdoorsport mit maximal fünf Personen auch für Sportstudios gelte und nicht nur für Vereine. Ab Mitte Mai durften die Mitglieder dann in kleinen Gruppen auf dem Parkplatz trainieren.

Geschäftsführer Torsten Hass, Inhaber Marc Bonar und das 25-köpfige Trainerteam sind froh, dass langsam aber sicher wieder Normalität einkehrt. „Natürlich haben wir während der zweimonatigen Schließung alles versucht, um Kontakt zu unseren Mitgliedern zu halten. Wir haben zum Beispiel 18 verschiedene Online-Kurse angeboten, an denen jeweils zwischen 25 und 55 Mitgliedern teilgenommen haben“, berichtet Hass. Dennoch hätten auch viele Frauen und Männer ihren Vertrag stillgelegt und somit ihre monatlichen Zahlungen ausgesetzt. Und auch nach der Öffnung am 23. Mai nutzten noch einige Mitglieder diese Variante. Andere wiederum hätten gleich gekündigt. „Es gibt nach wie vor diejenigen, die entweder zur Risikogruppe gehören oder die noch nicht wieder trainieren möchten“, sagt Hass.

Aber es gebe eben auch die, die dem Studio die Treue gehalten und einfach weiter gezahlt hätten, obwohl sie nicht trainieren konnten. „Die haben dafür gesorgt, dass wir noch die Tür öffnen können“, sagt Hass. Um den höchst möglichen Schutz zu bieten, hätten er und sein Team die vorgegebenen Richtlinien sehr viel strenger ausgelegt als notwendig, erklärt Hass.

Neben einer modernen Lüftungsanlage gehörten Desinfektionsspender schon seit jeher zum Inventar des Studios. Jedes zweite Gerät im Cardio-Bereich sei gesperrt, im Trainingsraum für Geräte achte ein Trainer darauf, dass die Sportler den Abstand einhielten. Im Kursraum habe jeder statt der geforderten vier knapp zehn Quadratmeter Platz. Ohnehin müssten sich die Mitglieder nun über eine App dafür anmelden und damit leben, dass die Platzzahl begrenzt ist. Die Umkleideräume sind mittlerweile ebenfalls wieder geöffnet, das Duschen soll ab nächster Woche möglich sein.

Noch sei das Team in Kurzarbeit, erklärt der Geschäftsführer. Kündigungen seien momentan nicht geplant. Im Gegenteil: Ab August soll ein neuer Auszubildender zum Sport- und Fitnesskaufmann eingestellt werden, ein dann ausgelernter werde ins Angestelltenverhältnis übernommen. Das jedoch habe sich erst vor zwei Wochen entschieden. „Wir mussten erst sehen, wo wir stehen“, sagt Hass.

Von Sandra Bischoff

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