„Grand Jam Blues & American Roots Festival“ begeistert das Publikum

Jeder mit jedem und dann alle gemeinsam

Steve Baker.
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Steve Baker.

Achim - Noch kurz vor Veranstaltungsbeginn kannte Olli Gee noch nicht den genauen Ablauf. „Aber improvisieren können wir ja alle,“ lautete sein Kommentar.

Das „Grand Jam Blues & American Roots Festival“, vom Bassisten Olli Gee und dem „Haste Töne“-Team des Achimer Kulturhauses Alter Schützenhof (Kasch) organisiert, fand nunmehr im siebten Jahr im Großen Saal statt. Der war am Sonntagabend voll.

Los ging es mit einem Soloauftritt von Pianist Christian Rannenberg. Das erste, was auffiel, war die Souveränität, die der Künstler ausstrahlte. Er holte Steve Baker auf der Bühne, der mit seiner Mundharmonika in klagenden Tönen seinen Blues spielte. Schlagzeuger Oliver Spanuth, Bassist Olli Gee und Gitarrist Dave Goodman erweiterten das Duo. Die Musiker forderten sich gegenseitig zu eigenen Interpretationen heraus. Dave Goodman entlockte seiner Gitarre höchst emotionale Klänge, und Steve Baker ergänzte ihn auf subtile Weise. Das Publikum dankte mit Applaus und klatschte im Takt mit. Wechselweise übernahmen die Musiker den Hauptpart und gaben Themen vor, die die anderen übernahmen und in eigener Interpretation fortsetzten.

Als dann Saxophonist Tommy Schneller auf die Bühne gebeten wurde, war die Formation komplett. „Women and Wine“ – das erste Stück, das alle gemeinsam spielten.

Pure Lust am Jammen, jahrelange Erfahrung, Spielen mit vielen Größen aus der Branche gibt jedem Musiker Souveränität und Sicherheit, jederzeit ins Geschehen eingreifen zu können. Von Old School bis zu neuen Eigenkompositionen spielten sie Jazz, Blues, Boogie und Rock. Mit „Don‘t pack my bag“ ging es in die Pause. Das Publikum war sehr zufrieden. „Ein tolles Weihnachtsgeschenk“ und „Das macht Spaß“ waren häufig gehörte Aussagen.

Das folgende Set überlegten sich die Musiker in der Pause. Gitarrist Goodman begann mit einem Solo und stimmte „She‘s gone“ an. Dann wurde es schwierig: Goodman diskutierte auf der Bühne mit Steve Baker, ob sie „Don‘t give it up“ in G oder Fis spielen – sie können es beide in jeder Tonart. Also spielte jeder seine eigene Interpretation. Als Tribute an Joe Cocker und Garry Moore (nordirischer Blues- und Hardrockgitarrist) stimmten sie dann „The letter“ und „Good bye Garry“ an. Als letzter Solist hatte Tommy Schneller mit „You can‘t love yourself“ , „I cry my eyes out“ und „Too through with you“ seinen Auftritt und vereinte Saxophon mit Gesang. Mit der Zugabe „Shake, Rattle and Roll“ verabschiedeten sich die sechs Musiker von ihrem begeisterten Publikum.

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