Achimer Seniorenbeirat stellt Umfrageergebnis vor / Fahrtenteilnehmer erhalten Preise

Gesundheitsbewusste und mobile Rentner

Keine Scheu vorm Zweirad im Alter: Viele Achimer Senioren treten noch regelmäßig in die Pedale – sei es, um sich fit zu halten oder um von A nach B zu gelangen. Das ergab eine Umfrage des Senioren- und Behindertenbeirats. - Foto: dpa

Achim - Achims Rentner sind erstaunlich mobil. Das zumindest ergab eine nicht-repräsentative Umfrage des Senioren- und Behindertenbeirats. Viele ältere Achimer (70 Prozent) nutzten demnach noch regelmäßig das Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Und jeder Fünfte greife dabei (in Form des E-Bikes) auf technische Hilfsmittel zurück. Einen Fragebogen zur Ärzteversorgung, Nutzung von Technik und zum Thema Altersarmut hatte der Beirat zuvor an Teilnehmer der städtischen Seniorenfahrten ausgeteilt.

Der Seniorenbeirat kürt die Gewinner der Verlosung (v.r.): Konrad Ollmann gratuliert der Erstplatzierten Ursula Bandowski, sowie Roswitha Zawada (2. Preis) und Marichen Brede (3. Preis). - Foto: ldu

Die Ergebnisse der Befragung stellte der Vorsitzende Knut Pickert am Freitag gemeinsam mit Beiratsmitglied Konrad Ollmann in einem Pressegespräch vor. „Das betrifft natürlich nur diejenigen, die mitfahren, das ist nicht statistisch sauber“, merkte Pickert an. Dabei wurden auch drei Preisträger unter den Mitreisenden gekürt. Durch ihren Beitrag zur Umfrage hatten sie automatisch an einer Verlosung von Einkaufsgutscheinen teilgenommen. Bereits zum zweiten Mal war die Umfrage als Anreiz mit einer Grafitfikation verbunden worden – mit gutem Ergebnis, so Pickert: „Wir hatten eine Rücklaufquote von 50 Prozent. Wo haben wir sonst die Chance, Senioren zu fragen, wie ihre Lebensumstände sind und was daran verbesserungswürdig wäre?“, so Pichert. Insgesamt erhielt der Senioren- und Behindertenbeirat auf diese Weise 183 Antwortbögen, und damit rund 80 weniger als im vergangenen Jahr.

Die langen Wartezeiten bei Fachärzten gelten vielerorts als Hemmschuh einer guten ärztlichen Versorgung. „Für Achimer Senioren scheint das aber nicht so dramatisch zu sein“, resümiert Knut Pickert. Nur 45 Prozent gaben an, auf einen Termin beim Facharzt länger als vier Wochen zu warten. Insgesamt scheinen Senioren in der Weserstadt gut auf ihre Gesundheit zu achten: Laut der Umfrage besuchen 90 Prozent regelmäßig ihren Hausarzt. Und sogar 95 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden mit dessen Arbeit.

Auch in Sachen Altersarmut gebe es „wenig Anlass zur Besorgnis“. Wobei Pickert einschränkte: „Das bezieht sich natürlich auf die Mitfahrer und da gehe ich davon aus, dass sie nicht unbedingt Sozialhilfeempfänger sind.“ Da der Begriff Armut jeweils unterschiedlich interpretiert wird – die Grundsicherung kann für Senioren, die im Alter mehr Geld für ärztliche Versorgung ausgeben müssen, schon sehr wenig sein – definierte der Seniorenbeirat eine eigene Armutsgrenze. Demnach gilt als arm, wer als Single unter 500 Euro und als Paar 800 Euro zur Verfügung hat. Nur 21 Befragte gaben an, dass diese Definition auf sie zutrifft. 141 sagten Nein, und weitere 21 Teilnehmer enthielten sich einer Antwort.

Abschließend durften die Fragebogenteilnehmer ihre Wünsche formulieren, was in Achim noch verbessert werden könnte. „Das wird der Beirat erstmal diskutieren müssen und es dann in der nächsten Ausschusssitzung des Stadtrats vorbringen.“ Neben Bitten nach „einheitlichen Geschäftszeiten“ und „dass das holprige Pflaster in der Fußgängerzone verschwindet“ findet sich darunter auch der scheinbar banale Wunsch nach „einem liebevolleren Umgang mit älteren Menschen“. - ldu

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