Gestiftete Fahrräder kommen gut an / Warme Halle und doch Wohnungswunsch

Auch die Uphuser Flüchtlinge vergrößern jetzt ihren Radius

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Hochwillkommen waren die Fahrräder bei den Flüchtlingen in Uphusen. Mit auf dem Gruppenbild: Helga Kühn von der gleichnamigen Stiftung (Zweite von links) sowie Mehmet Ates (Dritter von links) und Katja Brammer (hinten, Mitte) vom Achimer Präventionsrat .

Uphusen - Auch die Uphuser Flüchtlinge in der Sporthalle am Arenkamp haben jetzt die Möglichkeit, im größeren Radius als bisher die Umgebung zu erkunden. Vier gestiftete Fahrräder kamen gestern im doppelten Sinne gut an, und weitere Drahtesel speziell für die dort beherbergten über 60 Kinder sollen bald folgen.

Finanziert wurde die Anschaffung der gebrauchten, gut wieder hergerichteten Räder über die Achimer Kühn-Stiftung. Diese widmet sich insbesondere benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Helga Kühn wies in Uphusen denn auch darauf hin, dass Puzzles und jede Art von Spielen als Spenden für die jungen Flüchtlinge jederzeit willkommen sind. Näheres ist bei ihr unter Telefon 04202/ 8 49 81 zu erfragen.

Katja Brammer und Mehmet Ates übergaben als Vertreter der Integrations-Arbeitsgruppe des Achimer Präventionsrates die fahrbaren Untersätze.

Etwa 120 Flüchtlinge leben in der Uphuser Halle, die nach wie vor als Erstaufnahme-Standort dient. Zahl und Zusammensetzung dieser Menschengruppe haben sich seit der Ankunft im Oktober nur unwesentlich verändert.

Warm und angenehm sei es hier auch bei den winterlichen Außentemperaturen, berichtete ein jüngerer Syrer, der wie einige andere in Uphusen aus der Nähe der Stadt Aleppo stammt, also aus einer besonders schwer vom Kriegsgeschehen betroffenen Region.

Das Rote Kreuz mit Mandy Niemeyer vom Rettungsdienst und viele andere kümmern sich um die in der Halle Beherbergten. Kinder von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Oyten malten mit den Flüchtlingsmädchen und -jungen bunte Bilder. Die Arbeiterwohlfahrt veranstaltete eine Kaffeetafel, und es gab und gibt weitere Aktivitäten.

Trotz allem sehnen sich die Flüchtlinge natürlich nach festen Wohnungen, die etwas mehr Privatsphäre ermöglichen, wie einer der Syrer dieser Zeitung gegenüber deutlich machte. Wohnraumangebote werden denn auch von Stadt und Landkreis weiter gern entgegen genommen.

la

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