Gestern begehrte Urkunde ausgehändigt / Eigene Sprachlernklasse in Aussicht

31-sprachiges Gymnasium ist erneut Europa-Schule

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Norbert Mischke (links) und Sylvia Onstein von der Landesschulbehörde in Lüneburg überreichten Gymnasiumsdirektor Dr. Stefan Krolle die Insignien zur „Europaschule“. Mit diesem Titel darf sich das Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium nun fünf weitere Jahre schmücken.

Achim - Während auf politischer Ebene die europäische Gemeinschaft an der Griechenlandfrage zu zerbrechen droht, sei Achim weiter „auf dem Weg zur Europastadt“. Das stellte gestern Dezernent Norbert Mischke vom Standort Lüneburg der niedersächsischen Landesschulbehörde erfreut fest.

Er zeichnete das Cato-Bontjes-van Beek-Gymnasium zur „Europaschule“ aus und überbrachte die dazugehörige Urkunde und das Schild mit Aufschrift. Ein solches „Europaschule“-Schild hängt in sieben Gymnasien des Zuständigkeitsbereichs der Lüneburger Aufsichtsbehörde und insgesamt in 118 aller 270 Schulen Niedersachsens.

In Achim gibt es mit dem Gymnasium am Markt sogar die zweite „Europa-Schule“ in einer Stadt.

Es sei nicht einfach, sich dieses Prädikat zu verdienen, betonte Mischke, der zusammen mit Sylvia Onstein ins „Cato“ gekommen war. Sie ist bei der Landesschulbehörde Koordinatorin für EU-Bildungsprogramme.

Darstellungskataloge über Aktivitäten zum Thema Europa sowie Unterrichtskonzepte und Selbstbewertungen des Cato-Gymnasiums wurden bei der Beurteilung mit einbezogen und geprüft.

Am Ende war beim Cato die Punktehürde zur Anerkennung als „Europaschule“ klar übersprungen, betonte der Dezernent von der Schulaufsicht.

Gewürdigt wurde zum Beispiel das intensive Sprachangebot in Englisch, Französisch, Spanisch und auch Latein. Die Schüler am Cato selbst sprechen 31 unterschiedliche Sprachen, ergänzte Gymnasiumsdirektor Dr. Stefan Krolle.

Auch Sprachzertifizierungen werden angeboten, und drei besonders begabte Schülerinnen bewältigten das durch höchste Anforderungen gekennzeichnete Certilingua-Exzellenzlabel.

Punkte für die Einstufung als „Europaschule“ gab es auch für die von Lehrkräften mit viel Idealismus vorbereiteten länderübergreifende Schülerbegegnungen und Schul-Patenschaften. Und nicht zuletzt wurde die Umsetzung des europäischen Integrationsgedankens im Lehrplan bewertet.

Gute Förder-Abstimmung mit der Anspacher-Schule

Das Thema werde dabei durchaus nicht blauäugig-unkritisch behandelt, betonte Krolle. „Dass wahrscheinlich 100 Milliarden Euro futsch sind“, sei ja nicht zu verschweigen.

Der Gast aus Lüneburg hatte zum Termin der Urkunden-Übergabe eine weitere gute Nachricht mitgebracht. Es werde voraussichtlich ein Stundenkontingent zur Einrichtung einer Sprachlernklasse für Schüler mit Migrationshintergrund am Gymnasium reserviert.

Dr. Krolle lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den Sprachlernklassen der Liesel-Anspacher-Schule, also der früheren Hauptschule Achim. hbSchüler seien sehr wirksam gefördert worden, so dass sie leichter Praktikums- und Ausbildungsstellen fanden. Sogar ein künftiger Maschinenbaustudent sei schon aus den Sprachlernklassen hervor gegangen.

Der Titel „Europaschule“ist auf jeweils fünf Jahre begrenzt. Das Cato-Gymnasium erhielt ihn jetzt zum zweiten Mal und wird sich auch in fünf Jahren wieder darum bewerben.

la

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