Keine weitere Großaktion geplant

Suche nach Familienvater erfolglos 

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Achim - Am Ufer und in der Weser suchten Sonntagabend Einsatzkräfte der Polizei, der Achimer und Ueser Feuerwehr, Taucher der Berufsfeuerwehr Bremen, der DLRG Otterstedt, Feuerwehrkräfte aus Verden mit dem Boot und auch private Bootsbesitzer nach einem jungen Mann. Hubschrauber der Polizei und des Rettungsdienstes waren ebenfalls im Einsatz.

Gegen 18.45 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Badegäste hatten beobachtet, wie jemand vom Ufer unweit der Ueser Brücke von der Morsumer Seite aus in den Fluss schwamm und wenig später von der Wasseroberfläche verschwand. Laut Polizei soll der Mann hilfesuchend mit den Armen um sich geschlagen haben. Ein Zeuge ist sofort in die Weser gesprungen und hat noch nach dem Mann gesucht, jedoch ohne Erfolg.

Gleichzeitig wurden die Rettungskräfte alarmiert. Über 100 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Verden suchten mit. Auch ein Spürhund der Polizeidirektion Oldenburg sowie Taucher des DLRG und der Berufsfeuerwehr Bremen kamen zum Einsatz. 

Es handelt sich bei dem Vermissten um einen 26 Jahre alten Afghanen, der mit seiner Familie nach Deutschland geflohen ist, teilt ein Pressesprecher am Montagmittag mit. Das schließt die Polizei aus einem Personalausweis, der in der Nähe des Ufers gefunden wurde. Außerdem seien ein Smartphone sowie ein Fahrrad gefunden worden, das Angehörige dem Vermissten zuordnen.

Bis in die späten Abendstunden haben die Helfer nach dem dreifachen Familienvater, der in Achim untergebracht war, gesucht. Mit Einbruch der Dunkelheit - gegen 22.15 Uhr - wurde die großangelegte Suchaktion beendet. Von dem Mann fehlte zu diesem Zeitpunkt noch jede Spur.

Die Beamten des Polizeikommissariats Achim, der Polizeidienststellen flussabwärts und auch die Wasserschutzpolizei halten die Augen weiterhin offen. Außerdem fliegt am Montag ein Polizeihubschrauber den Flussbereich ab. Eine weitere große Suche sei aber nicht geplant, teilt der Polizeisprecher mit. Aufgrund der Weserströmung ließe sich nur schwierig ein Gebiet für eine erneute Aktion eingrenzen.

Auch im Landkreis Nienburg kam es am Sonntag zu einem erneuten Unglück. Ein 19-Jähriger ist im inoffiziellen Badegewässer Heyesee zwischen Husum und Rehburg ertrunken.

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