Immer Betrieb auf dem Festgelände

Badener Pfingstwiese: Geselliger Treffpunkt mit Kirmes-Charakter

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Ein Höhepunkt der Badener Pfingstwiese: der Flohmarkt am Pfingstsonntag.

Baden - Nach wie vor ist die Badener Pfingstwiese ein Anlaufpunkt für viele Badener, auch wenn das Angebot weiter schrumpft: Ein Festzelt stand schon lange nicht mehr auf dem Areal am Weserbogen und keine Bühne mit Livemusik zieht radfahrende Gäste aus dem Umland auf das Festgelände.

Die Ursache sieht Helga Müller in dem umstrukturierten Gema-Obolus. „Seit die Gema ihre Gebühren nach Quadratmetern berechnet, sind die Abgaben deutlich gestiegen“, erklärt die Schaustellerin. Sie habe großes Verständnis dafür, dass die Veranstalter dieses finanzielle Risiko scheuen. Schließlich lasse sich der Besucherandrang am Pfingstwochenende wetterbedingt nicht zweifelsfrei kalkulieren.

Sie blickt dennoch positiv auf die Veranstaltung, denn im Vergleich zu anderen Festplätzen gehe es in Baden immer friedlich zu, und da sich viele Besucher persönlich kennen, herrsche stets eine sehr familiäre Stimmung. Überhaupt erscheine der Platz nur leer: „Einige Leute kommen, die anderen gehen, sodass immer was los ist“, erklärt Helga Müller sichtlich zufrieden, „auf diese Weise können wir uns besser um jeden einzelnen kümmern.“

Willkommener Anlass für einen Spaziergang an den Weserhang: Viele Familien schlenderten zwischen den Buden umher und über das gesamte Pfingstwochenende herrschte Besucherbetrieb auf dem Festgelände der Badener Pfingstwiese.

Und tatsächlich war immer irgendwie Betrieb auf dem Festgelände. Familien schlenderten bei Sonnenschein zwischen Schießbude, Fischkate, Schmalzkuchen- und Zuckerstand herum und Senioren feierten die „Ausgießung des Heiligen Geistes“ bei einem Schwätzchen am rustikalen Biertisch. Die ganz Kleinen fuhren im Kinderkarussell – und weil der Platz nicht so voll ist, gerne auch mal eine zusätzliche Runde.

Für die Großen stand eine neue Attraktion bereit: Ein Achterbahnsimulator, der bei manchen Fahrgästen Hochgefühle auslöste, obwohl sie stets auf dem Boden blieben.

Kein „Schlangestehen“ und gerne mit Zusatzrunde – das Kinderkarussell entwickelte enorme Anziehungskraft auf die Jüngsten.

Dass die Badener Pfingstwiese einmal vollkommen leer stehe, werde nicht passieren, versichert Helga Müller, jedenfalls nicht so lange, wie sie für ihre Fahrgeschäfte verantwortlich zeichne. Und zum schlecht bestückten Flohmarkt hat sie eine ganz einfache Erklärung: „Die Leute haben morgens aus dem Fenster geschaut, Regen gesehen und sich wieder hingelegt.“

Aber einige wenige kamen dennoch und wurden für ihren Mut belohnt. Rita Steffens aus Intschede und ihre Schwester Annelie Lask aus Blender hatten trotzdem ihren Stand beschickt: „Wir haben darauf gehofft, dass die Sonne rauskommt“, erklärt Rita Steffens. Sie schätzt den Badener Pfingstflohmarkt ganz besonders, weil der erst ab elf Uhr starte, keine Standgebühren koste und man kommen und gehen könne, wann man wolle. Und verkauft habe sie auch schon etwas: Ein Rehgeweih, das ihr Mann im Wald gefunden habe.

sch

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