Neue Läden in der Stadt

Geschäftsideen mit Hand und Fuß

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Zufriedene Existzenzgründer: Sabrina und Michael Balcke (mit Tochter Pia) ernten seit März bereits guten Zuspruch. Das freut auch Rainer Ditzfeld (links) und Michael Balkausky.

Achim - Gartentechnik, Kunsthandwerk und das Trendhobby Nähen – gleich drei Geschäfte mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten haben kürzlich in Achim eröffnet. Bei einem Pressegespräch mit Stadtbummel präsentierten Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Wirtschaftsförderer Martin Balkausky die neuen Existenzgründungen.

Ziemlich im Zentrum, an der Obernstraße 29/Ecke Langenstraße befindet sich der Laden von Katherina Fröhlich-Mylonas. Seit dem 11. Juni können Kunden bei „Handgemacht – Kreative Unikate“ allerlei entdecken: Von „Schokoklunkern“ – Ohrhänger in Pralinenform – über Stehlampen im originellen Design bis hin zu knallbunt gemusterten Herren- und Damenslips reicht das Warensortiment der Oytenerin.

Die Lieferanten, die diese Unikate fertigen, kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter auch regionale Anbieter wie die Rotenburger Werke und der Martinshof in Bremen. Viele ihrer Lieferanten kennt Fröhlich persönlich – „das sind oft Mütter, die nebenher gerne etwas Schönes anfertigen“. So wird das Angebotsspektrum stetig erweitert. Nur eines findet man hier garantiert nicht in den Regalen und Kleiderständern: Industriell gefertigte Sachen.

Hübsche Höschen für die Frau und den Mann: Katherina Fröhlich zeigt in ihrem Unikate-Laden eine Auswahl aus ihrem Angebot.

Die Idee für ihren Laden hatte die 32-Jährige bereits vor einigen Jahren. Bis zur Umsetzung hat die alleinerziehende Mutter fleißig gespart und bekam auch etwas Hilfe über das „Start-Up“-Programm der Agentur für Arbeit. „Auch die Wirtschaftsförderung Achim hat sich sehr engagiert und beispielsweise den Erstkontakt hergestellt“, lobt sie. Martin Balkausky steht hinter dem Konzept von „Handgemacht“: „Städte wie Achim müssen etwas besonderes anbieten, damit Kunden in die Innenstadt kommen.“ Statt das Angebot der großen Warenhäuser zu imitieren, sei es wichtig, ein eigenes Profil zu entwickeln, findet auch Bürgermeister Ditzfeld. Geöffnet hat „Handgemacht“ übrigens wochentags von 9.30 bis 18 Uhr und samstags von 9.30 bis 13 Uhr.

„Glückskind“ heißt das Geschäft von Claudia Salcher und Marco Poier. Die beiden bieten neben Kinderkleidung auch Stoffe und allerhand Selbstgenähtes an.

Mit Stoffen und selbst genähter Kleidung haben sich Claudia Salcher und Marco Poier ihren Traum vom eigenen Geschäft erfüllt: „Glückskind“ heißt der Laden, den sie am 5. März direkt neben der Marktpassage, an der Heilbronnstraße 11 eröffnet haben. Vordergründig findet man hier Kinderbekleidung vom Babyalter bis Größe 128. Dazu kommen aber noch drei weitere Segmente: Stoffe („hochwertige, nachhaltig produzierte Bio-Ware“), Nähkurse, die Claudia Salcher in den Ferien anbietet, und Näh-Auftragsarbeiten. Kundenwünsche reichten vom Jogi-Löw-Schal für den Papa bis zum Strampelanzug für das Enkelkind, erzählt Salcher. Der ständig wachsende Kundenstamm aus jungen Elternpaaren und Großeltern wisse die individuelle Beratung zu schätzen. Darunter auch einige „Lohas“, erzählt Poier. So bezeichnet man im Marketing-Jargon Konsumenten, die auf Gesundheit und Nachhaltigkeit setzen.

„Wir haben uns bewusst für Achim entschieden“, erzählt die 39-Jährige. „Ich bin hier zur Schule gegangen.“ Und Poier fügt hinzu: „Es gibt vernünftige Parkmöglichkeiten und eine gute Infrastruktur.“ Einkaufen kann man bei „Glückskind“ montags von 9 bis 13 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, mittwochs von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr. Es sei bereits geplant, einen Online-Shop anzugliedern.

Durchaus handfest geht es auch im Familienbetrieb Gartentechnik Balcke zu: Dort finden Gartenfreunde alles für die Pflege ihrer Pflanzen. Von Heckenscheren über Elektrowerkzeug bis zu Sitzrasenmähern reicht das Angebot. Michael und Sabrina Balcke verkaufen Werkzeug und Ersatzteile, darüber hinaus halten sie Geräte auch instand. Reparaturen von Rasenmähern etwa nimmt Balcke gern in Auftrag – auch vor Ort direkt beim Kunden. Bald soll das Angebot auf Pflanzenschutz- und Düngemittel erweitert werden. Wochentags sind die Balckes – auch Tochter Pia hilft manchmal mit – von 9 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr für ihre Kunden da.

Bürgermeister Rainer Ditzfeld ist froh darüber, dass der neue Laden eine Lücke schließt, die mit der Geschäftsaufgabe des Raiffeisen-Marktes an der Feldstraße entstanden wäre. Michael Balcke hat selbst mehr als 20 Jahre Verkaufserfahrung bei Raiffeisen. Nun wagte das Ehepaar erstmals den Sprung in die Selbstständigkeit. Die Räume waren bereits vorhanden und für das Geschäft wurden sie nur um zusätzliches Werkzeug und eine Hebebühne ergänzt.

Seit der Eröffnung am 1. März hat sich Gartentechnik Balcke schon etabliert: „Zu uns kommen auch Kunden aus Oberneuland und Bremen.“ Zu den Stammkunden gehörten die Waldheim-Werkstätten, die Feuerwehr und der Angelverein.

ldu

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