Noch im Sommer fertig

Achimer Krankenhaus: Geriatrie-Abteilung wird erweitert und modernisiert

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Der Umbau der Station für die Geriatrie in Achim ist fast vollendet, freuen sich (von links) Klinik-Geschäftsführerin Marianne Baehr, Projektsteuerer Egon Kobeloer, Technikleiter Oliver Lausch sowie die Architekten Klaus Berndt und Annette Kläner-Brandt. 

Achim - Die Behandlung von Alterskrankheiten nimmt am Achimer Krankenhaus künftig breiten Raum ein. Die Geriatrie-Abteilung wird dort erheblich erweitert und von Grund auf modernisiert. Bereits in diesem Sommer soll der 3,25 Millionen Euro kostende Umbau eingeweiht werden. „Wir freuen uns riesig, dass wir im Kostenrahmen und im Zeitplan geblieben sind“, sagte Marianne Baehr, Geschäftsführerin der Aller-Weser-Klinik, gestern bei einem Pressegespräch.

Das Geld, das die Stadt Achim und der Landkreis Verden je zur Hälfte investiert hätten, sei gut angelegt. Die neue Station mit 44 Betten in Einzel- und Doppelzimmern, darunter fünf Räume für Palliativpatienten mit Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige, komme hell und freundlich daher, freute sich Baehr. „Die fast schon bedrückende Atmosphäre in der Abteilung ist verschwunden.“

Alles wurde nicht nur schöner, sondern auch großzügiger gestaltet. So seien zwei alte Zimmer zu einem umgebaut worden, und auch die Bäder mit ebenerdigen Duschen hätten nun einen komfortableren Zuschnitt, informierte Architektin Annette Kläner-Brandt. Denn die geriatrische Behandlung erfordere Platz. Alte Menschen, die oft auf einen Rollator angewiesen seien, benötigten viel Bewegungsfreiheit.

Zur Wohlfühlambiente auf der Station trägt nicht zuletzt das von Kläner-Brandt, ihrem Kollegen Klaus Berndt und der Klinikleitung entwickelte Farbkonzept bei. „Von älteren Leuten werden warme, erdfarbene Töne bevorzugt, aber auch starke Kontraste“, erläuterte die Architektin aus Rotenburg (Wümme). „Leitfarben“ in den Eingangszonen zu den Patientenzimmern erleichterten die Orientierung. Bei Räumen, die „Unbefugte“ nicht betreten dürfen, seien die Türen farblich sehr dezent gestaltet.

28 der 44 Betten stehen nach Angaben von Marianne Baehr bereits für die altersmedizinische Behandlung zur Verfügung. „Wir sind voll ausgelastet“, sagt die Klinik-Geschäftsführerin. In einigen Doppelzimmern seien derzeit sogar drei Patienten untergebracht.

Ein Großteil der viel Platz für die Patienten bietenden Zimmer für die Behandlung von Alterskrankheiten ist bereits in Betrieb.

Die restlichen 16 Betten können auch bald belegt werden. Nach dem Start der Bauarbeiten im Mai 2017 soll laut Architekt Berndt das Projekt Ende Juli vollendet sein.

„Zeit, Kosten, Qualität – alles ist im Rahmen“, hob Projektsteuerer Egon Kobeloer hervor, der für die „sehr vorausschauende Planung“ ein Beispiel nannte. Mit Blick auf die brummende Konjunktur seien die jetzt einzubauenden Türen bereits im Dezember bestellt worden.

Die offizielle Inbetriebnahme der neuen Station ist für den 1. September vorgesehen. Vorher, am Sonntag, 12. August, kann sich die Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür ein Bild von der modernen Geriatrie-Abteilung der Aller-Weser-Klinik in Achim machen. 

mm

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