„Tag der offenen Station“

Neue Geriatrie-Abteilung im Krankenhaus stellt sich vor

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Klinik-Geschäftsführerin Marianne Baehr (Vierte von links) hat hier wichtige Kräfte der Geriatrie-Station im Achimer Krankenhaus um sich versammelt: (von links) Chefarzt Torben Jüres, Oberarzt Zeno Földes-Papp, Stationsleiterin Tanja Mahlstedt, Claudia Grotheer (Sozialdienst), Psychologin Anke Beckmann, Ergotherapeutin Mareike Plumeyer, Physiotherapeut Jeldrik Buhrdorf und Logopädin Simone Wolf.

Achim - Von Michael Mix. Hell, farbig, einladend ist die neue Geriatrie-Abteilung im Achimer Krankenhaus geraten. Beim „Tag der offenen Station“ an diesem Sonntag von 11 bis 15 Uhr kann die Bevölkerung die Räume in Augenschein nehmen und dabei mit Ärzten, Pflegekräften und dem weiteren Personal ins Gespräch kommen.

„Ich würde mich über zahlreiche Besucher freuen“, sagte Marianne Baehr, Geschäftsführerin der Aller-Weser-Klinik, Freitag beim Pressegespräch in großer Runde. Denn Fachkräfte verschiedener Disziplinen arbeiten in der Altersmedizin im zweiten Stock des Hauses zusammen.

Noch ist nicht das gesamte nötige Personal an Bord, und auch Restarbeiten an der Einrichtung müssen noch vorgenommen werden. Alle Einzel- und Doppelzimmer für insgesamt 35 Patienten könnten deshalb erst ab September belegt werden, erläuterte Baehr. Auch fünf Räume für die palliative Versorgung stünden dann zur Verfügung.

„Aber wir sind im Kosten- und Zeitrahmen geblieben“, verkündete die Geschäftsführerin stolz. Seit Mai 2017 sei die moderne Abteilung für 3,25 Millionen Euro von Stadt und Landkreis auf die Beine gestellt worden.

Chefarzt Dr. Torben Jüres wird am 1. November die Leitung der Geriatrie und der Inneren Medizin in Achim übernehmen. Noch ist er in der gleichen Funktion in einem Krankenhaus in Stolzenau (Kreis Nienburg) tätig.

„Konzept hat mich beeindruckt“

„Das Konzept in Achim hat mich beeindruckt“, begründete Jüres seinen Ortswechsel. Der 54-Jährige wird damit der Nachfolger von Chefärztin Ebba Ziegler, die die Geriatrie an der Aller-Weser-Klinik aufgebaut hatte, vor kurzem aber einen Posten in Bad Bevensen annahm.

Aber was bedeutet überhaupt „Altersmedizin“? „In Anspruch nehmen können sie Leute ab 65 Jahre, die infolge internistischer Erkrankungen, bei Arthrose oder Hüftleiden mehr als nur ein paar Tage im Krankenhaus bleiben müssen“, erklärt Chefarzt Jüres. Mit Hilfe gezielter Maßnahmen sollen die Patienten für das gewohnte Leben zu Hause wieder fit gemacht werden. Sogar eine Küche ist auf der Station als „Trainingsraum“ vorhanden.

„Wir wollen dauerhafte Bettlägerigkeit vermeiden“, ergänzte Oberarzt Dr. Zeno Földes-Papp. Ältere Menschen mit einem akuten Herzinfarkt würden jedoch zunächst in die Aller-Weser-Klinik in Verden oder ein Bremer Krankenhaus gebracht, „die frührehabilitative Anschlussbehandlung kann dann aber hier erfolgen“.

Rund 30 Mitarbeiter 

Rund 30 Krankenschwestern und ihre männlichen Kollegen kümmerten sich in der Geriatrie um die „aktivierende therapeutische Pflege“, informierte Stationsleiterin Tanja Mahlstedt. Der Patient werde dazu angeleitet, möglichst viel selbst zu machen.

Ergo- und Physiotherapeuten sind dabei unterstützend tätig. Erstere richten ihr Augenmerk auf die Armbeweglichkeit. „Aber wir haben auch zwei Therapiehunde für die seelische Erbauung“, berichtete Ergotherapeutin Mareike Plumeyer. Der „emotionale Bereich“ ist allerdings auch das Metier von Psychologin Anke Beckmann. Und Logopädin Simone Wolf behandelt Schluck- und Sprachbeschwerden.

Jeldrik Buhrdorf und sechs weitere Physiotherapeuten sind „dafür da, die Mobilität zu verbessern oder wiederherzustellen“. Dafür stehen im Therapieraum auf der Station ein Fahrrad-Ergometer und weiteres Gerät bereit. Ob der Patient nach seiner Entlassung einen Rollator oder ein anderes Hilfsmittel benötigt, ist Aufgabe des Sozialdienstes. Claudia Grotheer: „Wir sind aber auch Schnittstelle zu den Angehörigen.“

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