Gerade der Austausch zwischen den Kulturen motiviert Hilal (21)

Ausstellung „Jugendliches Engagement in Achim“: Zwölf Porträts im Rathausfoyer

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Sie alle und noch mehr wirkten mit beim Projekt „Jugendliches Engagement in Achim“ beziehungsweise stellen sich und ihre Aktivitäten in Wort und Bild auf Ausstellungstafeln im Achimer Rathaus näher vor.

Achim - Selber etwas über andere Kulturen zu lernen und umgekehrt – das motiviere sie besonders bei der Arbeit, berichtet die 21-jährige Hilal. Die junge Jura-Studentin ist in der Flüchtlingshilfe engagiert – und im Kulturverein Achimer Muslime (Kamu).

Gerade aus ihrer Religion heraus habe sie das Bedürfnis entwickelt, anderen zu helfen – auch Nicht-Muslimen, verdeutlicht Hilal. Sie sei daher besonders traurig über das, was Terroristen anrichten, die sich auf den Islam berufen.

Hilal ist eine von zwölf jungen Leuten und Gruppen, die sich beim Projekt „Jugendliches Engagement in Achim“ einem Interview stellten, und deren schriftliche und fotografische Porträts jetzt auf der gleichnamigen Ausstellung im Achimer Rathausfoyer zu bewundern sind.

Gemeinsame Unternehmungen mit Übernachtungen in der Natur, Verantwortung übernehmen als Leiterin eine Kindergruppe, den Kleinen Freude bereiten – das fasziniert Henriette, die seit zehn Jahren bei den Pfadfindern aktiv ist.

Förderung der sozialen Kompetenz

Der 17-jährige Finn-Niklas ist in der Feuerwehr und DLRG-Gruppe engagiert. Er hob hervor, dass dort in der Gemeinschaft soziale Kompetenz und das Leben in klaren Strukturen gefördert würden.

Als Bildungsmentorin wirkt die 19-jährige Kamuran in der Flüchtlingshilfe. Wenn von ihr Betreute allmählich die neue, fremde Sprache beherrschen lernen, sei das auch für sie selbst stets ein besonders schönes Erlebnis, berichtete diese Achimer Jugendliche.

Falsche Bild über Jugendliche

Isabell, 21, Vorsitzende der Karateabteilung des TSV, Max und Lukas vom „Dröönläänd“-Musikerheim, Schülersprecherin Saskia und noch einige mehr werden auf den Porträttafeln genauer vorgestellt.

Sie alle beweisen, dass die schon im alten Griechenland verbreiteten Klagen der älteren Generation über nur an sich selbst interessierte, träge Jugendliche bis heute nicht wirklich stimmen. Wiltrud Ysker als Leiterin des Fachbereichs Bildung und Soziales der Stadtverwaltung betonte zur Eröffnung im Rathausfoyer auch, dass gerade in Zeiten zunehmender politischer Kälte in der Welt der Einsatz für die Gemeinschaft immer wertvoller werde.

Pfadfinder sorgen für musikalischen Rahmen

Gesa Kaemena vom städtischen Fachdienst Kinder und Jugend sowie Svenja Meyer von der Freiwilligenagentur im Rathaus denken natürlich genauso, denn sie hatten das gesamte Projekt samt Ausstellung maßgeblich initiiert.

Eine Gruppe der Pfadfinder sorgte für den musikalischen Rahmen zum Auftakt und Abschluss der gut besuchten Eröffnungsveranstaltung.

la

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