Geocacher Manfred Stolz schickt Bären mit Achim-Konterfei auf Reisen

Wie ein Teddy aus Achim in die Goldene Stadt kam

An diesem Felsen bei Prag in 417 Metern Höhe wurde „Achim, der Bär“ zuletzt gesichtet.
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An diesem Felsen bei Prag in 417 Metern Höhe wurde „Achim, der Bär“ zuletzt gesichtet.

Achim - Mit Spürsinn für das Abseitige und ein wenig technischer Unterstützung machen Menschen in ihrer Freizeit seit einigen Jahren Jagd auf symbolische Schätze – kurz: Geocaching. Auch Manfred Stolz aus Achim betreibt dieses Hobby und schickte „Achim, den Bären“, einen Stoffteddy mit Stadtlogo, auf Reisen.

Damit wurde das Souvenir aus der Achimer Tourist-Info ein „Trackable“ (von Englisch: „to track something“ – etwas verfolgen), wie die wandernden Geocaches im Fachjargon heißen. Im Versteck „Krähennester im Wohngebiet“ ging es im März 2012 los. Zuletzt wurde das Stofftier in der Nähe der „Goldenen Stadt“ Prag gesichtet.

Auf einem internationalen Internet-Portal für Geocacher heißt es: „Achim, dem Bären, war es im Schilderwald zu langweilig. Ihm liefen die Tränen als wir ihn fanden. Er flehte uns an, ihn mitzunehmen und wir konnten ihm nicht wiederstehen. Er möchte gerne in den warmen Süden und wir haben ihm gesagt, dass wir ihn dorthin bringen. Allerdings wird das noch bis Ende August dauern. Bis dahin wohnt er bei uns und wird von uns aufgepäppelt :-))))“, schreibt Geocacher „Jetoro“, der den Bären im Juli 2012 beim Wasserwerk in Ueserdicken fand. Seitdem tauchte er bereits in einem kroatischen Kloster und einem Bunker in der Nähe von Prag auf. 1500 Kilometer legte er insgesamt schon zurück.

Das letzte Lebenszeichen gab „Achim, der Bär“ vor wenigen Tagen von einem Felsen bei Prag in 417 Metern Höhe von sich. So schreibt sein Finder „Ludw4js“ sinngemäß auf tschechisch: „Sehr schöner Bär. Bald wird er die Gegend erwandern und erkunden.“

Theoretisch lässt sich die Reiseroute eines Trackables, so auch dieses Stoffbären, nämlich beliebig fortführen. Sehr weit gereist ist beispielsweise ein Stoffkoalabär, den Manfred Stolz am liebsten einmal um die Welt, mindestens jedoch auf die lange Reise nach Australien, schicken wollte. Immerhin schaffte der Koala 25328,3 Kilometer – über Nordrhein-Westfalen und Hessen zu den Kanarischen Inseln, Hamburg, Florida, Südengland und Wales bis hin nach Bayern, wo seine Spur im September 2013 im Sande verlief.

Darüber hinaus möchte Manfred Stolz einen weiteren kleinen Rekord für sich verbuchen: Bereits 293 Leute fanden seinen Cache, den er auf dem an der Weser gelegenen Grundstück seines Freundes platziert hatte. „Für Geocaching gibt es eine spezielle App. Das Navi zeigt bis auf eine Genauigkeit von drei Metern an, wo sich das Cache befindet“, erklärt Stolz.

Ärgerlich findet der leidenschaftliche Geocacher allerdings, dass sich in letzter Zeit offenbar „Cache-Frevler“ an einigen Achimer Verstecken vergangen haben. Wie er berichtet, zerstörten Unbekannte jüngst zwischen 15 bis 20 der Schatztruhen, deren Größe von der Filmdose bis zur Frühstücks-Tupperware variiert.

ldu

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