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Kulturhaus in Achim sucht neue Mitarbeiter

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Von: Marvin Wennhold

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Dennis Meinken (unten rechts) und Maike Seyfried suchen für das aktuelle Jahr zwei neue Mitarbeiter. Luca Tietjen (o.r.) hat seine Ausbildung bereits beendet. Mattis Mäding (u.l.) absolviert bis Ende August noch seinen Bundesfreiwilligendienst.
Dennis Meinken (unten rechts) und Maike Seyfried suchen für das aktuelle Jahr zwei neue Mitarbeiter. Luca Tietjen (o.r.) hat seine Ausbildung bereits beendet. Mattis Mäding (u.l.) absolviert bis Ende August noch seinen Bundesfreiwilligendienst. © WENNHOLD

Die Kultureinrichtungen des Landes haben besonders unter der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen gelitten – auch im Achimer Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) war es lange Zeit still. Doch nicht intern. Da blieb das Kulturzentrum auch ohne Konzerte und Co. weiter in Bewegung: Nachdem im Januar Maike Seyfried als künftige Co-Chefin dem Team beigetreten ist, soll in den nächsten Monaten weiteres Personal folgen – ein neuer Azubi und ein neuer Mitarbeiter, der ein Jahr in Form eines Freiwilligen Sozialen Jahres im Kasch mitarbeiten soll.

Die Verjüngung im Achimer Kasch geht somit weiter – doch das Personal der Zukunft muss auch erst einmal gefunden werden. Das soll über eine Ausbildungsstelle funktionieren, die es in der Vergangenheit nicht so häufig gab. Sie soll es aber laut Leiter Dennis Meinken nun wieder regelmäßiger geben.

„Wir wollen ab August wieder einen neuen Veranstaltungskaufmann ausbilden. Vor Kurzem hat gerade Luca Tietje die Ausbildung bei uns abgeschlossen. Er gehört jetzt zu unserem Team“, sagt Meinken. Er habe selbst 2006 die dreijährige Ausbildung durchlaufen – heute ist er sozusagen ganz oben angekommen im Kasch. „Vom Flyerverteiler zum Leiter könnte man sagen.“

Eine ähnlich steile Karriere könnte sich sicherlich auch Luca Tietje vorstellen. Der 28-Jährige hat im vergangenen Jahr seine Ausbildung abgeschlossen. Auch er habe mit dem Verteilen von Flyern angefangen. „Die Ausbildung hat pandemiebedingt natürlich größtenteils anders ausgesehen.“ Da sei dann beispielsweise mal ein Besuch beim Steuerberater vorgekommen. „Damit man den Aspekt auch mal kennenlernt. Corona hat die Ausbildung einfach verändert“, sagt Meinken. Laut Tietje seien die Stationen trotz Pandemie abwechslungsreich gewesen. Er sei auch froh, dass nun regelmäßig neue Leute den Weg absolvieren werden. „Die jungen Leute beleben das Haus.“ Hier gebe es sehr viele Möglichkeiten, um sich an die Interessen des jeweiligen Azubis anzupassen, weiß Tietje aus eigener Erfahrung. „Ich habe beispielsweise das Pub-Quiz bei uns erarbeitet.“ Zudem habe er sich um den Poetry-Slam-Bereich gekümmert, da er sich damit gut identifizieren konnte.

Tietje sei aber nicht erst seit der Arbeit im Kasch mit der Kultur-Branche verbunden.

Seine ersten Erfahrungen sammelte der 28-jährige Kasch-Mitarbeiter auf Partys im Achimer Nachtklub Dröönläänd. Dort ist er nicht nur seit vielen Jahren Vereinsmitglied – sondern mittlerweile ebenfalls 1. Vorsitzender. Nun wird ein Azubi-Nachfolger gesucht, der laut Meinken bestenfalls im August oder September im Kasch anfängt.

„Abitur oder Fachhochschulreife ist Voraussetzung. Zudem müssen die Kandidaten mindestens 18 Jahre alt sein, da wir auch oft bis tief in die Nacht arbeiten“, sagt Leiter Meinken.

Nicht nur die Volljährigen sollen jedoch in Zukunft beim Kasch auf ihre Kosten kommen. Wie in den Jahren zuvor werde auch für den September 2022 wieder ein neuer Mitarbeiter als Teil des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) gesucht. Noch ist diese Position aber besetzt von Mattis Mäding. Der 19-Jährige ist seit vergangenem Jahr Teil des Teams. Ihm habe die Arbeit in der Kultur viele neue Einblicke beschert. „Es hilft dabei, den Arbeitsalltag kennenzulernen“, sagt Mäding. Er hatte nach eigener Aussage nicht den Drang, sich direkt nach der Schule in eine Ausbildung zu stürzen. Er empfinde den Weg über den Bundesfreiwilligendienst als einen guten Übergang. Bis Ende August bleibt er dem Kasch noch erhalten. Durch Corona sei leider bis jetzt nicht allzu viel möglich gewesen. „Wir haben pandemiebedingt nicht so viel machen können, aber im Frühling und Sommer wird er hoffentlich noch viel mitnehmen können“, sagt Maike Seyfried.

Ein Vorteil hatte das BFD-Jahr für Mäding aber schon. Durch die Absolvierung hat er in Zukunft die Möglichkeit, eine Fachhochschule zu besuchen. Doch das sei erst einmal kein Thema für ihn. Er habe schon einen Ausbildungsplatz im Bereich der Marketing-Kommunikation sicher.

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